Jodmangel
Jodmangel kann die Leistungsfähigkeit einschränken
Lernschwierigkeiten in der Schule, mangelnde Konzentration und Leistungsfähigkeit beim Kind können auf eine Mangelversorgung mit dem Spurenelement Jod hinweisen.
Gerade in frühen Jahren reagiert der Körper besonders empfindliche auf Jodmangel. Eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement ist schon in der Schwangerschaft von großer Bedeutung. Denn Mangelerscheinungen können zu Fehlgeburten oder Hirnschädigungen des Ungeborenen führen.
Etwa ein Drittel der 6-17jährigen Kinder ist nicht optimal mit Jod versorgt, wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Jungen. Viele dieser Kinder leidet unter Müdigkeit, Lernschwierigkeiten und Konzentrationsschwächen. Um diesen Erscheinungen entgegenzuwirken, braucht es nicht viel. Die empfohlene Tagesdosis liegt abhängig vom Alter zwischen 80-200µg am Tag. Doch wie lässt sich der Bedarf decken?
Seefisch, Algen und Meeresfrüchten zählen zu den besten Jodlieferanten, jedoch selten zu den Lieblingsgerichten von Kindern. Eine neue Studie sorgt für mehr Frieden am Essentisch. Forscher fanden heraus, dass die Milch eine sehr gute Jodquelle ist. Pro Liter punktet sie mit durchschnittlich 178µg des Spurenelements. Ein Liter reicht also aus, um die empfohlene Tagesmenge an Jod zu decken. Wenn das Kind kein Freund purer Milch ist, tun es auch Milchprodukte wie Joghurt und Quark oder auch Fisch und Getreide.
Besonders wichtig ist Jod außerdem für ältere Menschen, Schwangere und stillende Mütter. Auch Jugendliche im Wachstum haben einen besonders hohen Bedarf an Jod, obwohl gerade sie sich gern an Junkfood vergreifen, das besonders jodarm ist.
Bei allem Nutzen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Höchstdosis von 300-600µg nicht überschritten wird. Denn wer auf Dauer zuviel Jod zu sich nimmt, riskiert eine Schilddrüsenüberfunktion oder immunologisch bedingte Krankheiten wie Morbus Basedow.
Mit der richtigen Auswahl an Lebensmitteln wie Milch, Fisch und Fleisch sind Überdosierungen jedoch sehr selten.








