
Nahrungsergänzung
Schwangere haben erhöhten Bedarf an Eisen, Folsäure und Jodid
Während der Schwangerschaft haben Frauen einen größeren Bedarf an bestimmten Vitalstoffen. Die Aufnahme dieser Stoffe muss gewährleistet sein.
Das heranwachsende Kind im Mutterleib nimmt sich in der Regel, was es für eine gesunde Entwicklung benötigt. Der Bedarf an bestimmten Stoffen bei der Mutter steigt daher während der Schwangerschaft enorm. Da nicht alle der benötigten Stoffe in ausreichender Menge in unseren täglichen Nahrungsmitteln enthalten sind, müssen sie teilweise durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Besonders in der zweiten Schwangerschaftshälfte kommt es bei vielen Frauen zu einer Eisenarmut (Eisenmangelanämie). Diese lässt sich durch Einnahme von Eisentabletten in der Regel leicht korrigieren.
Auch Folsäure ist in unserem üblichen Nahrungsangebot nicht ausreichend enthalten. Sie ist grundlegend für die fetale Entwicklung, besonders für den Verschluss des Rückens, der bereits in den ersten Schwangerschaftswochen erfolgt. Um Fehlbildungen des Rückenmarks und andere diesbezügliche Defekte beim Kind zu vermeiden, sollte daher eine Folsäureeinnahme idealerweise bereits vor der Schwangerschaft oder zumindest zu Schwangerschaftsbeginn erfolgen. Hinsichtlich der Dosierung ist in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen und möglichst auch schon davor eine tägliche Dosis von 600-800 Mikrogramm, ab der 13. Woche von 400 Mikrogramm Folsäure ausreichend.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert außerdem für den in der Schwangerschaft gesteigerten Bedarf eine zusätzliche Einnahme von Jodid. Alle übrigen Vitamine und Spurenelemente müssen bei einer ausgewogenen vitaminreichen Ernährung nicht zwingend ergänzt werden.
Das sollten Schwangere bei der täglichen Ernährung beachten
Neben der Zufuhr bestimmter Nahrungsergänzungsmittel spielt natürlich die gesunde, ausgewogene Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft eine dominierende Rolle für die Gesundheit des Kindes. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. gibt folgende Empfehlungen heraus:
- Ganz allgemein sollten Schwangere auf eine wenig fetthaltige, aber ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten. Fette sollten bevorzugt in Form von pflanzlichen Ölen zugeführt werden.
- Die tägliche Ernährung sollte aus mindestens 50% Kohlenhydraten und stärkehaltigen Lebensmitteln wie Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Vollkornbrot, Pasta oder Reis sowie etwa 30% Fetten bestehen. Der restliche Energiebedarf kann aus Eiweiß gedeckt werden. Hieraus ergibt sich eine Menge von etwa 60-70 g Fett und 50 g Eiweiß pro Tag.
- Die minimale Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sollte 8 kg betragen.
- Abmagerungskuren in der Schwangerschaft sind auch bei Übergewicht tabu. Auch diese sollten mindestens 7 kg zunehmen. Vegetarierinnen müssen besonders auf die notwendige Energiezufuhr und Gewichtszunahme achten.
- Wenn Ihnen in den ersten Wochen und Monaten Ihrer Schwangerschaft häufiger übel ist, zwingen Sie sich nicht zum Essen, sondern versuchen Sie durch Aufteilung auf 5-7 kleine Mahlzeiten pro Tag, sich die Nahrungsaufnahme zu erleichtern.
- Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern pro Tag, die sich aus Säften, Tees und Wasser zusammensetzen sollte.










