Beinbelastung in der Schwangerschaft
Auf gesunden Beinen durch die Schwangerschaft
So schön die Vorfreude auf den Nachwuchs auch ist: Eine Schwangerschaft ist eine gehörige Strapaze für den Körper und nicht zuletzt für die Beinvenen. Vorbeugung ist angesagt.
Endlich hat es geklappt- das Babyglück ist nicht mehr weit. Schnell die letzten Vorbereitungen getroffen und dann kann der ersehnte Nachwuchs endlich kommen. Und damit das Lieblingskleid nach der Geburt schnell wieder passt, wird schon einmal Ausschau nach einem geeigneten Fitnessstudio gehalten.
Viele Frauen wollen nach der Geburt schnell wieder fit sein und mit einer schlanken Figur für Komplimente sorgen. Doch nicht jede Frau hat ihre Beine im Sinn, wenn es um die Umsetzung der schlanken Pläne geht. Dabei ist die Schwangerschaft für die Beine besonders strapaziös. Vor allem in den letzten Monaten vor der Geburt ist das Risiko einer Venenerkrankung sehr hoch. Etwa jede zweite Frau klagt während der Schwangerschaft über Venenleiden. Der Frauenarzt kann in diesem Fall mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er informiert über die richtige Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft und außerdem über vorbeugende Maßnahmen gegen Venenerkrankungen.
Die Schwangerschaft verlangt einiges von den Venen ab. Die hormonelle Veränderung ist eine hohe Belastung für das Venensystem. Wir empfehlen bei entsprechenden Symptomen,
Kompressionsstrümpfe zu tragen. Sie verhindern im Idealfall sogar, dass Krampfadern entstehen", so Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. (BVF). Und wer bei Kompressionsstrümpfen an die kratzigen Beinkorsette aus Omas Zeiten denkt, der kann gleich doppelt aufatmen, denn die neue Generation von Kompressionsstrümpfen ist absolut atmungsaktiv und in zahlreichen Farben erhältlich. Wer zusätzlich auf Pflege setzen will: Seit neustem gibt es Kompressionsstrümpfe mit cremenden Wirkstoffen, die die Haut vor dem Austrocknen schützen.
Kompressionsstrümpfe beugen Venenproblemen vor
Damit das Baby gut versorgt ist, kurbelt der Körper der Schwangeren die Blutproduktion an. Ganze 20 Prozent mehr Blut werden durch die Blutgefäße befördert. Durch die hormonelle Umstellung werden die Gefäße durchlässiger und viele Schwangere plagen sich mit geschwollenen Knöcheln herum. Der Kompressionsstrumpf schließt sich fest um das Bein und presst dadurch die überdehnten Venenwände wieder zusammen. Dadurch können sich die Venenklappen wieder besser schließen und Schwellungen nehmen ab.
Besonders geeignet sind Kompressionsstrümpfe, die am Bauch viel Platz lassen und elastisch sind. Sie können während der gesamten Schwangerschaft getragen werden.
Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. empfiehlt den Frauen, vor und während der Schwangerschaft einen umfassenden Gesundheitscheck durchführen zu lassen. Bei einem Gesundheitscheck werden die familiären Veranlagungen unter die Lupe genommen. Dabei sollten neben Diabetes oder Bluthochdruck auch die Neigung zu Krampfadern Thema sein.
Krampfadern machen sich an müden, schweren Beinen, geschwollenen Knöcheln, Kribbeln oder stechenden Schmerzen in den Beinen bemerkbar. Sichtbare Veränderungen wie wellenförmige blaue Äderchen, die durch die Haut durchschimmern, deuten auf Krampfadern oder Besenreiser hin. Kompressionsstrümpfe bringen hier schnell Linderung.
Die Klärung der familiären Veranlagungen zu verschiedenen Krankheiten ist ein wichtiger Schritt, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Nicht weniger wichtig ist die Vorsorgeuntersuchung. Sie ist als Erstattungsleistung jeder werdenden Mutter zugänglich und dient der Erkennung von Infektionen und Erkrankungen. Werden diese frühzeitig erkannt, können Maßnahmen zur Behandlung bereits während der Schwangerschaft eingeleitet werden.








