
Geburt & Kaiserschnitt
Die Geburt beginnt: Körperliche Startsymptome
Eines Tages ist es soweit: Die Entbindung steht kurz bevor. Die werdende Mutter erkennt dies an den einsetzenden Wehen, am "Zeichnen" und am Fruchtwasserabgang.
Folgende Zeichen sind Anlass für die werdende Mutter, rasch die Klinik aufzusuchen:
- Regelmäßige Wehentätigkeit im Abstand von 10 bis 15 Minuten
- Ausfluss von blutigem Schleim aus der Scheide
- Fruchtwasserabgang
- Blutungen aus der Scheide
Zeichnen
Das "Zeichnen" ist ein offenkundiges Anzeichen für die Eröffnung des Muttermundes und damit auch für eine unmittelbar bevorstehende Geburt. Der Schleimpfropf, den manche Frauen und Männer "Geburtskorken" nennen, weil Sie den Begriff "Schleimpropfen" wenig erbaulich finden, der den Gebärmutterhals während der Schwangerschaft verschlossen und eine Barriere gegen Infektionen gebildet hat, löst sich und tritt, oft mit Blut vermischt, aus. Die Schwangere bemerkt einen rosafarbenen Ausfluss. Meistens geschieht das, wenn die Geburt bereits begonnen hat. Manchmal weitet sich der Muttermund im Vorfeld jedoch schon so stark, dass der Schleimabgang bis zu zwölf Tage vor Einsetzen der Wehen erfolgt.
Fruchtwasser
Auch das Fruchtwasser kann vorher tropfenweise oder im Schwall abgehen. Die Schwangere spürt, dass es nass wird zwischen den Beinen. Nach einem vorzeitigen Blasensprung mit reichlich Fruchtwasserabgang sollte möglichst schnell und liegend eine Klinik aufgesucht werden.
Blutungen
Plötzlich einsetzende starke vorgeburtliche Blutungen sind oft ein Hinweis für eine drohende Notsituation für Mutter und Kind! Meistens handelt es sich dabei um eine vorzeitige Plazentalösung, wodurch die Versorgung des Kindes unter der Geburt gefährdet ist. In diesem Fall sollte sich die werdende Mutter sofort und am besten im Krankenwagen in die Klinik begeben. Oft ist ein schnelles Eingreifen nötig, um das Leben des Kindes zu retten.
Kontraktionen
Die Gebärmutter zieht sich in regelmäßigen Abständen zusammen, anfangs nur vereinzelt, dann zunehmend spürbar. Die ersten Wehen kommen nicht überraschend, die Vorwehen haben ja meist schon einen Vorgeschmack darauf gegeben. Meist verspürt die Schwangere ein Ziehen im Unterleib oder ein Druckgefühl im Bauch, das Menstruationsbeschwerden ähnelt. Darauf folgt wahrscheinlich ein Krampf in der Kreuzbeingegend, der sich über den Bauch ausbreitet und ihn wie ein enger Gürtel umschließt. Sehr häufig werden diese Wehen wie eine Welle des Unbehagens empfunden, die durch den Bauch läuft, einen Gipfel erreicht und dann wieder abklingt. Gleichzeitig wird der Uterus hart und zieht sich zusammen, bevor er sich wieder entspannt. Die Wehen können nicht mehr durch Entspannungstechniken kontrolliert werden und stellen sich zunehmend rhythmisch und schmerzhaft ein. In der Anfangsphase dauern diese Kontraktionen etwa 30 bis 60 Sekunden und die Intervalle betragen 5 bis 20 Minuten. Das kann jedoch variieren, so dass viele Frauen die Wehen erst als solche bemerken, wenn sie alle fünf Minuten erfolgen. Später dauern sie 60 bis 90 Sekunden mit Pausen von zwei bis vier Minuten. Unterscheiden kann man Vorwehen von richtigen Wehen dadurch, dass die erstgenannten verschwinden, wenn die Schwangere umhergeht, die echten Wehen jedoch nicht. Wenn die Wehen an Stärke zunehmen, besonders beim Umhergehen, und alle 15 bis 20 Minuten wiederkehren, beginnt die Geburt. Jetzt sollte der werdende Vater, sofern er nicht zu Hause ist, benachrichtigt werden.










