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Studienergebnis

Frühgeburten und Geburtsfehler

Amerikanische Wissenschaftler fanden in einer Studie heraus, dass bei Frühgeburten die Wahrscheinlichkeit von schwerwiegenden Geburtsfehlern doppelt so hoch ist wie bei Normalgeborenen. Die Studie basiert auf der Auswertung von fast sieben Millionen Lebendgeburten und sie wurde in dieser Woche in einer Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift Maternal and Child Health Journal veröffentlicht.en.

Der Hilfsorganisation "March of Dimes" zufolge sind Frühgeburten, also Lebendgeburten, vor Beendigung der 37. Schwangerschaftswoche, eine immer größer werdendes Problem für das nationale Gesundheitswesen. Mehr als eine halbe Million Babys kommen jährlich zu früh zur Welt und die Rate ist weiterhin steigend. Geburtsfehler und Frühgeburten sind die hauptsächlichen Ursachen für Kindstod.

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Der Forschungsarbeit eines Wissenschaftsteams von "March of Dimes", den U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und verschiedenen anderen großen Einrichtungen zufolge, wiesen rund acht Prozent der Frühgeburten einen Geburtsfehler auf. Im Rahmen dieser Studie¹ untersuchten die Wissenschaftler alle Lebendgeburten zwischen 1995 und 2000 in 13 Staaten; das entspricht einem Anteil von rund 30 Prozent aller Geburten in den USA. Die Ergebnisse bestätigten die in früheren kleineren Studien gewonnenen Erkenntnisse.

“Die Ursachen der meisten Geburtsfehler sind noch nicht bekannt," so Dr. Margaret Honein vom National Center on Birth Defects and Developmental Disabilities des CDC, die die Studie geleitet hat. "Zwar ist es wahrscheinlich, dass die meisten allgemeinen Defekte durch eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen verursacht werden, doch bleibt die Identifizierung von spezifischen Risikofaktoren im Fokus der Forschung und des öffentlichen Gesundheitswesens." Mit dem im Dezember 2006 in Kraft getretenen Frühchen-Gesetz (PREEMIE Act ;.L. 109-450) wurden Forschungsbemühungen gefordert, um einen Zusammenhang zwischen Geburtsfehlern und Frühgeburten herzustellen. Durch dieses Gesetz, das verstärkte Unterstützung auf Bundesebene für die Forschung und Weiterbildung auf dem Gebiet der Frühgeburten vorsah, wurde auch eine für Juni 2008 vorgesehene Gesundheitsministerkonferenz festgesetzt, um eine öffentlich-private Agenda über Frühgeburten aufzustellen.

Extreme Frühgeburten, also Geburten zwischen der 24. und 31. Schwangerschaftswoche, kamen mit einer fünfmal höheren Wahrscheinlichkeit von Geburtsfehlern zur Welt wie Normalgeborene. Die häufigsten Geburtsfehler für diese Gruppe waren Beschädigungen des zentralen Nervensystems, wie Spina Bifida und des Herz-Kreislaufsystems, wie Herzfehler (Loch im Herzen).

“Zu früh geborene Babys kommen mit einer doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit zur Welt, schwerwiegende Geburtsfehler zu erleiden wie Reifgeborene. Dieser Zusammenhang zeigte sich am deutlichsten bei extrem früh geborenen Babys," erläuterte Dr. Joann Petrini, Leiterin des Perinatal Data Center der Hilfsorganisation "March of Dimes" und Co-Autorin der Studie. "Diese Studie hebt die Bedeutung hervor, wie wichtig es ist, die möglichen gemeinsamen Ursachen und Risikofaktoren zu erforschen, die zu einer Frühgeburt bei den Kindern führen, die schwerwiegende Geburtsfehler haben."

Die March of Dimes ist die führende gemeinnützige Organisation für Schwangerschafts- und Säuglingsgesundheit. Mit landesweiten Appellen und ihrer Hauptveranstaltung, dem March for BabiesSM, arbeitet der "March of Dimes" für die Gesundheit von Babys, indem sie gegen Geburtsfehler, Frühgeburten und Säuglingssterblichkeit ankämpft. Neueste Informationen können unter den Webseiten marchofdimes.com bzw. nacersano.org abgerufen werden. Ausführliche nationale, staatliche und regionale perinatale Statistiken können von PeriStats unter ww.marchofdimes.com/peristats eingesehen werden.


Quelle: Honein MA et al. The Association Between Major Birth Defects and Preterm Birth. Maternal and ChildHealth Journal (DOI 10.1007/s10995-008-0348-y).
Autor: Springer Verlag
Stand: Apr 23, 2009


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