Schwangerschaft und Geburt
Wie kann es zum Geburtsstillstand kommen?
Wehenschwäche, eine falsche Kindslage oder ein im Verhältnis zum Körperbau der Mutter zu großes Kind können zum Geburtsstillstand führen.
Eine häufige Ursache von Geburtsstillständen oder sehr langsamen Geburtsverläufen ist eine Wehenschwäche. Diese wird in der Klinik durch die Gabe von Wehenmitteln (Oxytocin) behandelt.
Andere Ursachen für einen schleppenden Geburtsverlauf sind Haltungs- und andere Einstellungsanomalien des Kindes. Bei etwa 7% aller Entbindungen liegt eine Überstreckung des Köpfchens (Deflektionslage) vor. Dies führt dann zu einer erhöhten Rate an operativen Entbindungen (Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt).
Eine andere, wichtige Ursache für einen verlängerten Geburtsverlauf ist das im Vergleich zum mütterlichen Becken zu große Kind. Ein solches Missverhältnis" wird nicht selten durch einen Schwangerschaftszucker (Gestationsdiabetes) verursacht, wobei es zu einer außerordentlichen Größenzunahme des Kindes kommt. Daher ist es wichtig, beim Frauenarzt zum Ausschluss eines Schwangerschaftszuckers einen Zuckerbelastungstest vornehmen zu lassen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gibt es jedoch keine Möglichkeit, ein Missverhältnis zwischen mütterlichem Becken und kindlicher Größe zuverlässig vorherzusagen, da sowohl das kindliche Köpfchen als auch das mütterliche Becken sich aneinander anpassen.








