Hautpflaster für magere Kinder
Wirkungsrate des Pflasters betrug über 90 Prozent
Ausgezehrten mageren Kindern kann ein Ohrpflaster und Chiropraktik helfen, fanden Wissenschaftler der chinesischen medizinischen Universität heraus.
Forscher aus Shenyang, China suchten nach einer neuen Behandlungsmöglichkeit für ausgezehrte Kinder. Sie behandelten sie mit Hautpflastern und Chiropraktik. Für die Ohrpflastertherapie benutzen die Wissenschaftler Vaccaria-Samen, die an neun Akupunkturpunkten aufgeklebt wurden. Jedes Pflaster wurde nach fünf Tagen ersetzt. Die angewendeten Chiropraktiken waren Kneten oder Massage der Muskeln des unteren Rückenbereichs (lumbosakral). Eine Kontrollgruppe nahm dreimal täglich 10 ml eines Pepsin-Gemisches nach den Mahlzeiten ein.
Von den 55 Kindern mit Ohrpflaster und Chiropraktik waren sieben geheilt, 20 merklich verbessert, 24 verbessert. Bei vier Kindern ließ sich keine Wirkung nachweisen. Die Gesamt-Wirkungsrate betrug 92,7 Prozent. Unter Kindern der Kontrollgruppe wurden nur zwei geheilt, bei sieben zeigte sich eine merkliche Wirkung und bei acht eine Wirkung. Bei sechs Kindern ließ sich keine Wirkung feststellen. Die Gesamt-Wirksamkeitsrate betrug hier nur 73,9 Prozent.
Nach Ansicht der Autoren ist die Kombination aus Ohrpflastertherapie und chiropraktischen Techniken eine wirkungsvolle Behandlungsoption für Kinder, die unter Auszehrung leiden.(jh)



