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Wie geht es weiter?

Zurück ins Leben und den nächsten Schlaganfall verhindern

Nach einem Schlaganfall müssen die Betroffenen ihr Leben neu ausrichten. Neben der Rehabilitation geht es vor allem darum, einen erneuten Schlaganfall zu verhindern.

Ein Schlaganfall ist ein gewaltiger Einschnitt im Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Ist die akute Phase überstanden, kommen oftmals die Fragen: Wie konnte es dazu kommen? Wieso hat es gerade mich erwischt? Kann mir das nochmal passieren? Was kann ich tun, um einen erneuten Schlaganfall zu verhindern?

Grundsätzlich ist ein Schlaganfall kein einmaliges Ereignis, er kann sich - wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen - jederzeit wiederholen. Dennoch ist man dem nicht hilflos ausgeliefert. Wenn Sie die Faktoren kennen, die die Entstehung eines Schlaganfalls begünstigen, und versuchen, ihnen entgegenzuwirken, können Sie Ihr persönliches Risiko deutlich mindern.

Wissen schützt vor Rückfall

Ein Schlaganfall kann jeden treffen - vom Neugeborenen bis zum Greis. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall mit dem Alter deutlich an. So betreffen nach Auskunft der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe acht von zehn Schlaganfällen Menschen, die älter als 60 Jahre sind.

Grund dafür sind Risikofaktoren, die mit zunehmendem Alter häufiger werden. Dazu gehören Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes mellitus, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss. Einige dieser Faktoren lassen sich durch eine Änderung von Lebensgewohnheiten gut beeinflussen, z.B. durch eine gesunde ausgewogene Ernährung, viel körperliche Bewegung sowie den Verzicht auf Rauchen und hohen Alkoholkonsum.

Den Lebensstil ändern

Den Lebensstil zu verändern, ist keine leichte Aufgabe. Und trotzdem: Es lohnt sich, den inneren Schweinehund zu überwinden, die Zigarette in der Schachtel zu lassen und statt auf die Couch in die Turnschuhe zu schlüpfen. So sinkt laut Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner, das Risiko für einen Schlaganfall bereits innerhalb von zwei Jahren Abstinenz vom Rauchen deutlich ab.

Untersuchungen belegen zudem, dass regelmäßige Bewegung vor einem erneuten Schlaganfall schützt. Eine ideale Ergänzung zum Rehabilitationsprogramm nach einem Schlaganfall ist deshalb Rehabilitationssport. Hier gibt ein qualifizierter Trainer Anleitungen zu Bewegungsübungen, die die Beweglichkeit und physische Leistungsfähigkeit verbessern.

Aber Sie können noch mehr tun, um einen weiteren Schlaganfall zu verhindern. Ernähren Sie sich fettarm und ballaststoffreich, das senkt den Blutdruck und die Blutfette und normalisiert das Körpergewicht. Und achten Sie auf einen moderaten Alkoholgenuss. Während nämlich geringer Alkoholkonsum, also z.B. ein Glas Wein oder ein Glas Bier pro Tag, die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall vermindert, hoher Alkoholkonsum mit einem deutlich erhöhten Risiko verbunden.

Ohne Medikamente geht es meistens nicht

Nicht immer reicht eine Änderung von Lebensgewohnheiten aus, um das Risiko für einen erneuten Schlaganfall ausreichend zu senken. Aus diesem Grund müssen viele Betroffene nach einem Schlaganfall regelmäßig Medikamente einnehmen. Diese sollen, wenn nötig, z.B. den Blutdruck senken, da Bluthochdruck als Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall gilt.
Außerdem soll durch sogenannte Thrombozytenfunktionshemmer, wie Acetylsalicylsäure (ASS), Clopidogrel oder Dipyridamol, verhindert werden, dass sich das Blut zusammenklumpt und gefäßverstopfende Blutgerinnsel (Thromben) bildet.

Von dem Wissen anderer Betroffener profitieren

Unterstützung bei der Verarbeitung des Krankheitsgeschehens und dem Umgang mit den Folgen des Schlaganfalls finden die Betroffenen bei Selbsthilfegruppen. Hier können sie sich von anderen Patienten Ratschläge holen und ihre eigenen Erfahrungen weitergeben.


Quelle: Nach Informationen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe; AWMF-Leitlinie "Schlaganfall" der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (Register Nr. Nr. 053/014, Entwicklungsstufe: 3, Stand: August 2006); Zeitschrift Cerebrovasc Dis 2007, 23:368-380
Autor: Kathrin Sommer
Stand: Sep 9, 2010


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