Reha
Schlaganfall-Reha: Ein kompetentes Team
An die Akutbehandlung eines Schlaganfalls schließt die Rehabilitation an. Ein spezialisiertes Team aus Ärzten mehrerer Fachgruppen, Therapeuten und Pflegekräften gestaltet eine aktive Versorgung des Patienten, um dessen Gesundheit zu fördern.
Das Ärzte-Team:
Der Schlaganfall-Patient wird üblicherweise durch ein interdisziplinäres Ärzte-Team behandelt. Verschiedene ärztliche Fachgruppen sind an der Therapie beteiligt. Neurologen sind auf die Behandlung des Schlaganfalls spezialisiert und übernehmen die Hauptversorgung des Patienten. Fachärzte für Innere Medizin werden hinzugezogen, um Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu behandeln. Ist eine Operation am Gehirn notwendig, zum Beispiel wenn der Patient eine Gehirnblutung erlitten hat, übernimmt der Neurochirurg die weitere Behandlung. Für bestimmte Röntgenuntersuchungen, wie zum Beispiel eine Computertomographie, ist die Mitarbeit von Röntgenärzten erforderlich. Neuropsychologen sind speziell weitergebildete Psychologen, die sich mit der Diagnose und Behandlung von Hirnleistungsstörungen befassen. Sie stellen individuelle Trainingsprogramme zusammen, wenn der Patient z.B. unter Gedächtnisstörungen, Orientierungsproblemen oder Einschränkungen des Erinnerungsvermögens leidet.
Pflege-Team:
Das Pflege-Team ist während des Krankenhausaufenthaltes der Hauptansprechpartner für den Patienten. Sie unterstützen ihn bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens und sind für die Pflege der Patienten verantwortlich. Die tägliche Pflege orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Patienten. Alle Maßnahmen erfolgen nach einem besonderen Pflegekonzept, um die Selbstständigkeit des Patienten zu fördern und Beeinträchtigungen zu mindern.
Therapeuten:
Die Arbeit mit unterschiedlichen Therapeuten orientiert sich an den Beschwerden und Folgeerscheinungen, die der Patient in Verbindung mit dem Schlaganfall entwickelt hat. Physiotherapeuten (Krankengymnasten) trainieren den Bewegungsapparat. Dies ist besonders wichtig, wenn Patienten unter Lähmungserscheinungen und Bewegungsunfähigkeit leiden. Ergotherapeuten beschäftigen sich vor allem mit der Wiederherstellung der Selbstständigkeit des Patienten. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit und Selbstversorgung zurückzugewinnen. Leidet der Patient unter Sprachstörungen trainiert ein Logopäde gemeinsam mit dem Patienten das Sprechen und Verstehen von Sprache. Ein Logopäde wird aber auch hinzugezogen, wenn der Patient unter einer Schluckstörung leidet.
Sozialarbeiter:
Sozialarbeiter unterstützen den Patienten in organisatorischen Belangen. Sie beantragen die Rehabilitationsmaßnahmen nach Absprache mit dem Patienten und leiten erste Schritte für die berufliche Widereingliederung ein. Weiterhin bieten sie eine Hilfestellung, wenn der Patient auch nach der Krankenhausbehandlung pflegerische Unterstützung benötigt. Sie beraten bei Fragen zur Pflegeversicherung, Wohnraumanpassung und im Umgang mit Behörden wie dem Wohnungs- oder Sozialamt. Auch in sozialrechtlichen Fragen ist der Sozialarbeiter der richtige Ansprechpartner.





