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Der Schlaganfall ist ein Notfall

Sofort den Notarzt rufen

Eine optimale Therapie der Schlaganfallpatient innerhalb der ersten drei bis sechs Stunden schaffen gute Aussichten, dass Symptome wie Lähmung und Sprachstörungen zurückgehen. Der Patient muss daher schnell in eine Stroke Unit eingewiesen werden. Angehörige sollten deshalb umgehend den Rettungsdienst 112 verständigen.

Ein Schlaganfallbetroffener nimmt die Symptome selbst nicht immer wahr und ist daher auf die schnelle Reaktion von Angehörigen, Freunden oder Kollegen angewiesen. Es ist wichtig, dass Sie die Schlaganfall-Symptome kennen und richtig handeln. Auch wenn Sie unsicher sind, ob es sich um einen Schlaganfall handelt, sollte der Arzt gerufen werden.

Symptome des Schlaganfalls:

  • Lähmung einer Körperhälfte
  • Sprachstörung
  • Sehstörungen
  • Schwindel mit Gangunsicherheit
  • Plötzlich und heftig einsetzender Kopfschmerz

Sobald der Notarzt informiert ist, heißt es für die Angehörigen:

  • Mit dem Kranken sprechen, ihn beruhigen und ihn nicht allein lassen.
  • Fenster öffnen und einengende Kleidungsstücke lockern.
  • Auf keinen Fall Medikamente oder Getränke verabreichen, da diese wegen möglicher Schluckstörungen in die Atemwege gelangen können.
  • Ist der Patient bewusstlos, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Atemwege freihalten, das heißt: eventuelle Essensreste aus dem Mund entfernen und das Kinn leicht anheben,
  • Puls- und Herzschlag am Handgelenk kontrollieren.

Eine bestmögliche Versorgung der Patienten ist in einer neurologischen Abteilung eines Krankenhauses möglich, die über eine spezialisierte Schlaganfall-Abteilung - im Fachjargon auch Stroke Unit genannt - verfügt. Auf diesen Spezial-Stationen sorgt ein Team aus Pflegefachkräften, verschiedenen Ärzten und Therapeuten für eine schnelle Behandlung der Schlaganfallpatienten. Der Rettungsdienst sollte den Patienten daher unbedingt in ein Krankenhaus einweisen, das über eine Stroke Unit verfügt.


Quelle: Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Download unter http://www.schlaganfall-hilfe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=64&Itemid=73 am 15.03.2010.
Autor: Springer Medizin, aktualisiert von Verena Horsthemke
Stand: Aug 20, 2010


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