Chronisch entzündlicher Rückenschmerz

Back-in-Play-Kampagne soll für das Krankheitsbild sensibilisieren

Zwar gibt es einige typische Zeichen für einen Morbus Bechterew. Dennoch wird bei tiefsitzenden Rückenschmerzen zu selten an diese chronische rheumatische Krankheit gedacht. Eine Kampagne zur Fußball-WM soll das ändern.

Wenn langsam zunehmende, vor allem in Ruhe und in der Nacht auftretende tiefsitzende Rückenschmerzen sich unter Bewegung bessern, so kann dies ein erster Hinweis auf einen Morbus Bechterew sein. Geht dies mit einer eingeschränkten Beweglichkeit und Morgensteifigkeit einher, sollte unbedingt an diese auch als Ankylosierende Spondylitits bezeichnete Krankheit gedacht und eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden. Meist geschieht dies aufgrund der unspezifischen Symptome aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung. Bis zur Sicherung der Diagnose vergehen in der Mehrzahl der Fälle Jahre. Das ist für den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Betroffenen von Nachteil. Denn wenn die Krankheit unbehandelt bleibt, verstärken sich die Bewegungseinschränkungen und können im Extremfall zur Versteifung der Wirbelsäule führen. Wird sie dagegen früh diagnostiziert und adäquat behandelt, ist die Prognose heutzutage relativ gut. Unter einer Therapie mit einem Biologic wie Etanercept, Infliximab oder Adalimumab kann die Krankheitsaktivität weitgehend kontrolliert und ein normales Leben geführt werden.

Derzeit ist nach Schätzungen der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. davon auszugehen, dass weniger als ein Drittel der Betroffenen überhaupt diagnostiziert sind. Es gilt also, ein Bewusstsein für dieses Krankheitsbild zu schaffen. Diesem Ziel gilt die von der Firma Pfizer unterstütze europaweite Aufklärungskampagne „Back-in-Play“ im Vorfeld der Fußball-WM. Als deutsches Gesicht der Kampagne konnte der ehemalige Abwehrspieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und heutige Moderator von Sportsendungen Thomas Helmer gewonnen werden. Er unterstützt die Kampagne nach eigenen Aussagen gern, „weil ich damit Gesundheitsaufklärung mit sportlicher Leidenschaft verbinden kann.“

Umfassende Informationen zum Krankheitsbild Morbus Bechterew, Links zu Patientenorganisationen, eine Online-Checkliste sowie Videoclips und Stellungnahmen bekannter Fußballspieler finden Sie unter www.backinplay.de


Quelle: Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V..http://www.bechterew.de/ (Stand 2010); Presseinformation vom 08.06. 2010: „Pfizer informiert „spielerisch“ über Morbus Bechterew“. Pfizer Deutschland GmbH, Berlin, Frankfurt
Autor: Dr. Wiebke Kathmann
Stand: Jul 2, 2010


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