Ernährung

Grüner Tee kann Gelenkschäden aufhalten

Grüner Tee soll gesund sein – das haben schon vielfache Untersuchungen belegt. Nun wurde in einer aktuellen Studie zudem die Vermutung aufgestellt, dass grüner Tee Gelenkschäden, die bei einer rheumatoiden Arthritis entstehen können, positiv beeinflussen kann.

Güner Tee (Camellia sinensis) wird seit mehreren Tausend Jahren im asiatischen Raum, überwiegend in China, angebaut und ist heute eines der Getränke, die weltweit mit am häufigsten konsumiert werden. Negative Auswirkung gibt es davon auch bei ausgiebigem Genuss kaum. Dafür sind vielfache gesundheitsfördernde Aspekte über grünen Tee bekannt und teilweise durch Studien belegt. So soll grüner Tee antioxidativ und antientzündlich sein und somit u.a. die Entstehungsgefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumoren senken.

In einer aktuellen Studie aus den USA hat man nun die Wirkung von grünem Tee auf die rheumatoide Arthritis untersucht. In der Gelenkflüssigkeit kommen so genannte Fibroblasten vor. Durch die Entzündungsvorgänge bei einer rheumatoiden Arthritis werden auch diese aktiviert. Dabei schütten sie u.a. vermehrt entzündungsfördernde Chemokine aus. Chemokine gehören zu der Gruppe der Botenstoffe (Zytokine),die eine Zellwanderung auslösen (Chemotaxis). So locken sie z.B. bei der rheumatoiden Arthritis Immunzellen aus den Blutgefäßen in das entzündete Gelenk. Außerdem aktivieren sie weitere Immunzellen, was, u.a. durch die Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine, weiterhin die Entzündung unterstützt. Durch die Entzündung wird wiederum die Gelenkzerstörung vorangetrieben.

In der Studie wurde die Wirkung eines Extraktes von grünem Tee am Tiermodell und an isolierten Zellreihen von menschlichen Fibroblasten der Gelenkflüssigkeit untersucht. Man konnte dabei feststellen, dass der Extrakt von grünem Tee die Ausschüttung von Chemokinen hemmt. Außerdem werden vermehrt Chemokin-Rezeptoren auf den Fibroblasten gebildet und somit zusätzlich die im Gelenk frei vorkommenden Chemokine abfangen. Dadurch wird die durch Chemokine vermittelte Entzündungsreaktion reduziert, was wiederum die Gelenkzerstörung positiv beeinflussen kann.

Als Fazit stellen die Studienautoren die Vermutung auf, dass regelmäßiger Genuss vom grünen Tee dazu beitragen kann, die Gelenkentzündungen und damit auch die Gelenkzerstörungen bei einer rheumatoiden Arthritis, zu reduzieren.


Quelle: Marotte, H. et al.: Green tea extract inhibits chemokine production, but up-regulates chemokine receptor expression, in rheumatoid arthritis synovial fibroblasts and rat adjuvant-induced arthritis. In: Rheumatology 49 (2010), S. 467-479
Autor: Dr. Barbara Stöckigt
Stand: May 27, 2010


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