Rheumatoide Arthritis
Bluttest gibt Hinweise noch vor ersten Symptomen
Menschen mit Verwandten, die entzündliches Rheuma haben, fragen sich oft, ob ihnen dasselbe Schicksal droht. Ein in Schweden entwickelter Bluttest, könnte für die Diagnosestellung noch vor Beginn der ersten Symptome hilfreich sein.
Forscher vom Universitätskrankenhaus in Umea, Schweden, gelang es, eine Reihe von Botenstoffen, so genannten Zytokinen und Chemokinen, zu identifizieren, deren Blutspiegel schon Jahre vor der klinischen Manifestation einer rheumatoiden Arthritis deutlich erhöht sind. Dies könnte die Tür zu einer sehr frühen Diagnose öffnen und damit – bei entsprechend früher Therapie – die Chancen auf einen milden Krankheitsverlauf ohne die Notwendigkeit des Gelenkersatzes oder funktioneller Einschränkungen bzw. eine Remission erhöhen.
Ihre Ergebnisse stammen aus einer so genannten Fall-Kontroll-Studie, in der sie Blutproben von ca. 90 Personen vor dem Auftreten der Rheumasymptome mit denen von ca. 70 Patienten nach Diagnosestellung und ca. 250 altersgleichen Kontrollpersonen aus einer schwedischen Bio-Datenbank miteinander verglichen. In ihrer Analyse nahmen sie 30 Botenstoffe unter die Lupe. Es zeigte sich, dass bestimmte Botenstoffe und Immunzellen bei Personen vor dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen bereits gegenüber Kontrollpersonen erhöht sind. Patienten mit bereits diagnostizierter rheumatoider Arthritis lassen sich dagegen anhand anderer Botenstoffe im Blut von Kontrollen und Noch-nicht-Erkrankten unterscheiden.
Es gibt demnach eine stufenweise Aktivierung des Immunsystems, was die Hoffnung weckt, das Fortschreiten zur symptomatischen Erkrankung aufhalten zu können. Noch ist der Bluttest allerdings nicht allgemein verfügbar.




