Sport
Ein zu hoher Aktivitätslevel kann das Arthritis-Risiko erhöhen
Bei männlichen und weiblichen sportlich Aktiven mittleren Alters kann sich ein zu straffes Trainingsprogramm in einem höheren Arthritis-Risiko niederschlagen.
Eine US-Studie mit mehr als 200 normalgewichtigen Menschen im Alter zwischen 45 und 55 zeigt, dass jene Hobbysportler, die am intensivsten trainieren, am häufigsten unter Knieproblemen leiden. Außerdem setzen Jogging und Sprünge den Knorpeln und Bändern stärker zu als Schwimmen und Radfahren. Osteoarthritis, die häufigste Form der Arthritis, ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke und Knochen, die mit Schmerzen, Schwellungen und Steifheit einhergeht. Frauen haben ein besonders hohes Krankheitsrisiko, das mit zunehmendem Alter und Gewicht noch weiter in die Höhe klettert.
Auf dem jährlichen Treffen der Radiologischen Gesellschaft von Nordamerika stellten die Forscher der University of California in San Francisco ihre Studie vor, an der Menschen ohne Knieprobleme teilgenommen hatten. Basierend auf einem Fragebogen zur Häufigkeit der sportlichen Aktivitäten, wurden die Probanden in eine gering, mittel- und sehr aktive Gruppe unterteilt. In die Gruppe der sehr Aktiven rutschten all jene, die wöchentlich mehrere Stunden wanderten, Sport trieben oder sich entsprechend fleißig im Haushalt oder im Garten ins Zeug legten. Anschließend untersuchten die Forscher die Knie der Probanden mittels MRI auf Auffälligkeiten an den Knorpeln und Bändern.
Die beobachteten Abnutzungserscheinungen waren nicht mit Alter oder Geschlecht assoziiert, sondern ließen sich allein auf das Aktivitätslevel und die Art der Bewegung zurückführen. Studienleiter Dr. Christoph Stehling fasst zusammen, dass Menschen, die sich besonders häufig und ausgiebig bewegen, wahrscheinlicher Knieprobleme entwickeln. Weniger häufige und belastungsintensive Aktivitäten wie Schwimmen und Radfahren scheinen hingegen Erkrankungen der Knorpel vorzubeugen.




