Morbus Bechterew
Wie erkennen?
Fünf Prozent der Rückenschmerzpatienten beim Allgemeinarzt haben einen Morbus Bechterew, schätzt Prof. Dr. Gerd-Rüdiger Burmester, Berlin. Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose dauert es aber im Durchschnitt acht bis neun Jahre.
Von den ersten Symptomen bis zur Diagnose dauert es aber im Durchschnitt acht bis neun Jahre. Die Erkrankung beginnt meist nach dem 20. Lebensjahr an den Kreuz-Darmbein-Gelenken und ist durch tiefe Kreuzschmerzengekennzeichnet. Charakteristisch sind Nachtschmerz und die Verbesserung bei Bewegung. Nicht selten berichtendie Patienten über Iritiden (Entzündungen der Regenbogenhaut) in der Vorgeschichte. 90 bis 95 Prozent der Patienten sind HLA-B27-positiv. Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit und CRP-Wert sind meist erhöht, können aber auch normal sein. Weil Rheumafaktoren und Anti-Citrullin-Antikörper nicht nachzuweisen sind, wird die Erkrankung auch als „seronegativ“ bezeichnet.
Diagnostisch entscheidend ist nach Burmester die Röntgenuntersuchung der Iliosakralgelenke (Kreuz-Darmbein-Gelenke), jedoch hätten bei frühen Formen auch Experten Probleme mit der Erkennung. Standard bei Frühformen ist ein MRT.




