
Bewegung und Rheuma
Sport verbessert die Funktion
Bewegung fällt oft schwer, wenn die Gelenke deformiert sind und schmerzen. Und dennoch: Patienten mit rheumatoider Arthritis kann intensives, Bewegungstraining helfen, die Muskelmasse zu erhöhen und damit die Gelenk- und Alltagsfunktionen zu verbessern.
In einer Studie zum progressiven Widerstandstraining führten knapp dreißig Patienten mit rheumatoider Arthritis zwei Mal pro Woche entweder ein intensives Belastungsprogramm unter Aufsicht oder ein übliches Übungsprogramm zuhause durch. Nach 24 Wochen zeigten sich deutliche Vorteile des Belastungstrainings. Die Teilnehmer hatten nicht nur Muskelmasse hinzugewonnen und Fett im Rumpfbereich abgebaut. Auch ihre Bein-, Knie- und Armkraft hatte zugenommen. Dies wirkte sich positiv auf ihre körperliche Funktionsfähigkeit aus. Gefahren waren mit dem Training nicht verbunden.
Diese Ergebnisse decken sich mit denen einer großen Literaturrecherche zu wissenschaftlichen Studien über dynamische Trainingsprogramme bei Patienten mit rheumatoiden Arthritis. Als dynamisches Training werden Programme bezeichnet, die genügend intensiv sind, genügend lange andauern und genügend häufig durchgeführt werden, um zu einer Zunahme der Muskelkraft zu führen. Denn nur dann wirkt sich das Training positiv im Alltag aus. Die Art des Trainings kann dabei jeder nach seinen persönlichen Vorlieben auswählen.
In der Literaturrecherche entsprachen acht Studien den Kriterien eines dynamischen Trainings. Die Auswertung dieser Studien ergab, dass weder durch ein Training an Land, noch bei der Wassergymnastik Schmerzen oder Gelenkschäden verschlimmert wurden. Stattdessen führten die Muskelkräftigungsprogramme zu einer Verringerung der Schmerzen und besseren körperlichen Funktion.




