Krankheitsbewältigung
Aktiv leben mit Rheuma
Sich regen, bringt Rheumatikern Segen. Das gilt nicht nur für körperliche Aktivität und (tägliche) physiotherapeutische Übungen. Patienten, die weiterhin bewusst am Leben teilnehmen, bewältigen ihre Krankheit deutlich besser. Sie wissen: Rheuma ist ein Teil ihres Daseins - aber nur ein Teil von vielen.
Lebensfreude trotz Rheuma ist keine Illusion. Dazu ist es aber wichtig, die Krankheit als einen Teil seines Daseins zu akzeptieren. Daneben sollten Betroffene aber nicht die vielen anderen Dinge vergessen, die Freude bereiten und das Leben liebenswert machen. Erfahrungen zeigen: Am besten bewältigen die Rheumatiker ihre Krankheit, die weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Das bedeutet zunächst einmal, die Erkrankung offensiv zu handhaben: Verformte Gelenke sollte man ebenso wenig verstecken, wie andere körperliche Handicaps. Wer mit ihnen normal umgeht, nimmt seinen Mitmenschen Berührungsängste. Ein erster Schritt, um andere für rheumatische Erkrankungen zu interessieren. Jemand, der seinem Gegenüber über Rheuma erzählt, ihn über Einschränkungen sachlich aufklärt und Fragen geduldig beantwortet, wird in den allermeisten Fällen auf Verständnis stoßen.
Bewegen tut den Gelenken und der Seele gut
Um lange mobil und selbstständig zu bleiben, ist Bewegung für Rheumatiker ein Muss - aber auch eine Freude. Wer regelmäßig schwimmen geht, tut nicht nur seinem Körper, sondern auch seiner Seele einen Gefallen. Körperliche Aktivität setzt nämlich Glückshormone frei. "Fröhlich durch Fahrradfahren" ist also kein unsinniges Motto. Warum nicht so weit wie möglich auf das Auto verzichten und stattdessen in die Pedalen treten? Überanstrengung sollte man allerdings vermeiden. Daher heißt es, sich regelmäßig Ruhepausen zu gönnen und vorsorglich Tätigkeiten im Haushalt an Familienmitglieder zu übertragen. Hausarbeit ersetzt übrigens nicht tägliches physiotherapeutisches Training. Das hält die Gelenke beweglich und lindert Schmerzen. Doch auch, wenn Rheumatikern nichts wehtut, sollten sie aktiv Gelenkschutz betreiben, Fehlstellungen bewusst vermeiden und Hilfsmittel benutzen.
Soziale Kontakte erhöhen die Lebensfreude
Freunde sind ein wahres Lebenselixier. Der Pflege sozialer Kontakte sollten Rheumatiker daher unbedingt ein hohen Stellenwert einräumen. Überdies tut es vielen Patienten gut, sich regelmäßig mit Gleichgesinnten zu treffen. Selbsthilfegruppen schaffen einen Raum für Erfahrungsaustausch - und vieles mehr. Sie sind auch ein Info-Forum für gesetzliche und medizinische Neuerungen. Viele laden Referenten zu Vorträgen ein. Es ist kein Geheimnis: Wissen hilft gegen Gefühle von Ohnmacht und vertreibt Ängste.




