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Krankheitsbewältigung

Informationen helfen, Rheuma zu bewältigen

Nach der Diagnose "Rheuma" beschäftigen Erkrankte und Angehörige viele Fragen und Ängste. Dagegen helfen seriöse Auskünfte über die Krankheit, ihre Folgen und Therapieoptionen. Wer beginnt, bei Therapeuten und anderen Patienten nachzufragen, hat den ersten Schritt zur Bewältigung "seiner" Rheuma-Erkrankung bereits getan.

Für die meisten Betroffenen ist die Diagnose "Rheuma" erst einmal ein Schock. Sie wissen nicht, was sich hinter der Erkrankung verbirgt, und wie sie mit den Folgen umgehen sollen. Wie verändert das Rheuma mein Leben? Kann ich meinen Beruf weiter ausüben? Werde ich irgendwann im Rollstuhl sitzen? Wie werden mein Partner und meine Familie mit der Krankheit klarkommen? Plötzlich stellen sich viele Fragen. Ganz unterschiedliche Ängste plagen den Patienten und seine Angehörigen. Doch Furcht lähmt. Ein Zustand, der niemandem weiterhilft. Der erste Schritt zur Bewältigung der Krankheit ist, sich genau darüber zu informieren. Das nimmt das Gefühl, der rheumatischen Krankheit ausgeliefert zu sein. Patienten und Angehörige lernen, wie sie ihr begegnen können, welche Therapien es gibt, und wie das Leben trotz Schmerzen und Einschränkungen erfüllt bleibt.

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Zum Experten für sein Rheuma werden

Um sich ein umfassendes und richtiges Bild seiner Rheumaerkrankung machen zu können, braucht ein Patient gute Informationen. Gerade zu Beginn der Krankheit fällt es vielen schwer, seriöse Angaben von Augenwischerei und sogar Scharlatanerie zu unterscheiden. Da werben Anzeigen für fernöstliche Wundermittel und andere alternative Verfahren gegen Rheumabeschwerden. Im günstigsten Fall sind solche Methoden unwirksam, im schlimmsten verursachen sie böse Nebenwirkungen. Vorsicht auch vor gut gemeinten Tipps von Laien. Der beste Weg ist, selbst zum Experten seiner rheumatischen Erkrankung zu werden. Doch wo bekommt ein Rheumatiker sachliche und korrekte Informationen? Eine Möglichkeit sind Gespräche mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten. Sie sind ebenfalls gute Ansprechpartner, wenn es um Empfehlungen für Fachliteratur zur jeweiligen Rheumaerkrankung geht.

Andere Betroffene können Erfahrungen weitergeben, z.B. wo sich im Internet brauchbare Auskünfte und Patientenforen finden. Gute Informationsbörsen sind Selbsthilfegruppen. Adressen finden sich etwa bei der Deutschen Rheuma-Liga, die selbst ein Zusammenschluss von Patienten ist mit mehr als 250.000 Mitgliedern und über 800 Gruppen bundesweit. Die Deutsche Rheuma-Liga hat eine Reihe von Broschüren und Merkblättern herausgebracht, die über verschiedene Aspekte von Rheuma wie "Gelenkschutz im Alltag" oder "Ihre Rechte im Sozialsystem" aufklären. Zudem bietet die Organisation Patientenschulungen an, die Wissen über Rheuma und gängige Therapiemöglichkeiten vermitteln sowie praktische Ratschläge für die Bewältigung der Krankheit im Alltag geben. In der Regel gibt ein Team aus einem Arzt, einem Psychologen, einem Krankengymnasten und einem Ergotherapeuten diese Kurse.


Quelle: [1] Nach Informationen von Dr. Gabriele Brieden: Rheuma - Lernen mit der Krankheit gut zu leben, Springer Verlag
[2] Internet-Seite www.rheuma-liga.de
Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 14, 2009


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