Arbeitsunfähigkeit wegen Rheuma
Heute deutlich seltener
Dank der heute früher gestellten Diagnose und der effektiveren Behandlungsmöglichkeiten können mehr Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ihren Beruf weiter ausüben. Das belegen aktuell beim Kongress der deutschen Rheumatologen vorgestellte Daten.
Die Zahl der Frühberentungen ist dank der modernen Therapieoptionen, vor allem der Biologika und modernen Verfahren für den Gelenkersatz, deutlich zurückgegangen. Knapp die Hälfte der an einer Rheumatoiden Arthritis erkrankten Frauen (47%) und etwas mehr als die Hälfte der betroffenen Männer (53%) konnten 2008 weiterhin arbeiten. Die andere Hälfte scheidet aber nach wie vor aus dem Berufsleben aus. Wie Professor Dr. Wilfried Mau vom Institut für Rehabilitationsmedizin in Halle-Wittenberg sagte, betrug die Zahl der Patienten mit Rheumatoider Arthritis, die im Jahr 2007 Erwerbsminderungsrente beantragten für Frauen 52,2 und für Männer 23,7 pro einer Million Rentenversicherte.
Auch bei den Fehltagen hat sich viel getan. Zwischen 2001 und 2008 konnte die Zahl halbiert werden, was die Chance erhöht, dass Arbeitgeber mit Betroffenen nach Lösungen suchen, um Rheumapatienten eine berufliche Zukunft zu geben.Manche Betroffene stehen erst am Beginn ihres beruflichen Werdeganges, wenn die Diagnose gestellt wird. Denn Rheuma kann nicht nur ältere Menschen, sondern Personen aller Altersgruppen treffen.
Darauf sollen die neue Kampagne der Deutschen Rheuma-Liga und das Motto des diesjährigen Welt-Rheuma-Tages „Rheuma – keine Frage des Alters“ hinweisen. Wie in jedem Jahr seit 1996 wird am 12. Oktober auf Initiative der internationalen Vereinigung der Selbsthilfeverbände der Welt-Rheuma-Tag begangen, in Deutschland seit 2005. Mit neuen Plakatmotiven, die jeweils einen jungen und einen alten Menschen zeigen, wird das Motto optisch umgesetzt.




