Rheumatoide Arthritis
Ursachen
Eine erbliche Veranlagung zur Ausbildung der rheumatoiden Arthritis (RA) scheint die Grundlage zu bilden. Tritt nun beispielsweise eine Entzündung durch bestimmte Erreger auf, kann eine Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe ausgelöst werden, so vermuten Wissenschaftler.
Zwillingsstudien legen nahe, dass genetische Faktoren bei der Entstehung der RA eine wichtige Rolle spielen. Ist ein eineiiger Zwilling betroffen, besteht für den anderen Zwilling ein bis zu 30fach erhöhtes Risiko an einer rheumatoiden Arthritis (Rheuma) zu erkranken. Welche erblichen Strukturen wesentlich sind, ist immer noch unklar. Bestimmte Oberflächenmarker der Zellen, die für die Gewebeerkennung wichtig sind, stehen dabei im Augenmerk der Forscher. Entzündungen durch bestimmte Bakterien oder Viren können unter diesen genetischen Voraussetzungen eine Immunreaktion hervorrufen, die sich gegen körpereigenes Gewebe richtet. Es entsteht eine Entzündung, die vor allem Gelenke betrifft.
Für die Aufrechterhaltung der Erkrankung sind so genannte Zytokine von zentraler Bedeutung. Zytokine sind Botenstoffe, die das Zusammenspiel verschiedener Abwehrzellen regulieren. Dazu gehören der Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha) oder das Interleukin-1 (IL-1). Botenstoffe wie TNF-alpha unterhalten die Entzündung, so lange sie im Gewebe bestehen und weiter von bestimmten Zellen produziert werden.
Ohne Behandlung setzt sich der Entzündungsprozess vor allem in den Gelenken fort. Schmerzen und Schwellungen treten häufig auf. In manchen Fällen wird die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke durch knöcherne Veränderungen und Knorpelzerstörung stark eingeschränkt. Diese Entwicklung ist aber nicht zwangsläufig, eine passende und gut überwachte Behandlung kann dabei viel ausrichten.




