knie_roentgenbild

Krankheitsbild Rheumatoide Arthritis

Veränderungen der Gelenke

Häufig verändert sich bei einer rheumatoiden Arthritis im Krankheitsverlauf die Gelenkform, vor allem an den Gliedmaßen. Typisch ist hier, dass gleichzeitig die Gelenke beider Körperseiten betroffen sind. Im Vordergrund stehen neben den Verformungen auch die Gelenkschmerzen.

Für den Erkrankten sind folgende Symptome an den Gelenken spür- und sichtbar:

  • Schwellung
  • Gelenkschmerzen
  • Überwärmung
  • eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke
  • seltener eine Rötung

Das sind gleichzeitig die fünf klassischen Zeichen einer Entzündung.

Meistens sind Finger- und Zehengelenke mit Ausnahme der Endgelenke betroffen. Daneben sind folgende Gelenkgruppen häufig bei der rheumatoiden Arthritis beteiligt:

  • Hand-
  • Schulter-
  • Knie- und
  • Sprunggelenke
  • Wirbelsäule

Seltener beteiligt sind:

  • Hüft- und
  • Kiefergelenke

Im weiteren Krankheitsverlauf können sich die Gelenkveränderungen durch Verformungen, Funktionsbehinderungen oder Instabilität bemerkbar machen. Eine mögliche Schädigung ist abhängig von Dauer, Aktivität und Schwere der Erkrankung sowie dem frühzeitigen Beginn einer umfassenden Behandlung.

So kommt es beispielsweise zum "Wackelknie" mit einem instabilen und in der Bewegung eingeschränktem Kniegelenk. In der Hüfte kann die Streckung behindert sein. Wirbelsäulenveränderungen ziehen Ruheschmerzen im Nackenbereich mit Weiterleitung in Schulter, Arm oder Hinterkopf nach sich. Finger- und Handgelenke sind häufig mit charakteristischen Veränderungen wie der Schwanenhalsdeformität betroffen.

Das so genannte "Caput ulnare-Syndrom" an der Hand entsteht durch eine Auflockerung der Handwurzelknochen. Dabei tritt eine Fehlstellung der Hand auf, die zur Ellenseite (in Richtung kleiner Finger) abweicht. Handbewegungen sind dann z.T. nur noch mit Einschränkungen möglich.

Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeutel können ebenfalls in das Entzündungsgeschehen mit einbezogen werden. Kniekehle, Ellenbogen, Schulter sowie Achillessehne sind dabei bevorzugte Orte der Schleimbeutelentzündung. Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zählen zu den Symptomen. Finger und Hände werden am häufigsten von einer Sehnen- oder einer Sehnenscheidenentzündung befallen.

Typischerweise sind die Gelenke symmetrisch, d.h. wie im Spiegelbild auf beiden Seiten betroffen. Wie immer sind auch hier Ausnahmen zu beobachten.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 14, 2009


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