Diagnose
Internationale Kriterien (ACR)
Zur Abgrenzung der rheumatoiden Arthritis von anderen rheumatischer Erkrankungen und zur Vereinheitlichung der Untersuchungswege hat das American College of Rheumatology (ACR) 1987 Klassifikationskriterien aufgestellt.
Auch wenn gerade bei den Frühformen der rheumatoiden Arthritis nicht immer alle Punkte erfüllt sind, dienen die ACR-Kriterien auch heute noch als ein hilfreicher Wegweiser in der Diagnostik der rheumatoiden Arthritis.
Bei der rheumatoiden Arthritis (RA) handelt es sich um eine entzündliche Systemerkrankung mit oft typischem Gelenkbefall. Die ACR-Kriterien berücksichtigen deshalb folgende Aspekte:
- Morgensteifigkeit der Gelenke über eine Stunde andauernd und über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen
- Entzündung in drei oder mehr Gelenkregionen über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen
- Entzündungen in den Finger- und Handgelenken über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen
- Beidseitige Entzündung von Gelenken (symmetrische Arthritis) über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen
- Auftreten von Rheumaknoten
- Rheumafaktor-Nachweis im Blut
- Typische Röntgenveränderungen (knöcherne Veränderungen)
Sind mehrere der genannten Kriterien erfüllt, so sollte eine weitergehende Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt erfolgen.




