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Ursachen der Psoriasis-Arthritis

Für die Psoriasis-Arthritis besteht - wie für die Schuppenflechte ohne Gelenkbeteiligung auch - eine genetische Veranlagung. Es müssen darüber hinaus weitere körpereigene Einflüsse oder äußere Faktoren wirksam werden, um die Erkrankung zum Ausbruch zu bringen. Bei Patienten, bei denen hauptsächlich Wirbelsäule einschließlich des Kreuz-Darmbein-Gelenks betroffen sind, findet sich häufig ein übereinstimmendes genetisches Merkmal: das so genannte "HLA-B27". Dies wird typischerweise oft auch beim Morbus Bechterew nachgewiesen.

Die Neigung, an einer Psoriasis-Arthritis zu erkranken, ist wie bei der Schuppenflechte ohne Gelenkbeteiligung genetisch bedingt. Diese erbliche Veranlagung bleibt lebenslang bestehen. Deshalb muss die Krankheit aber nicht zwangsläufig ausbrechen.

Bestimmte genetische Merkmale finden sich gehäuft bei bestimmten Ausprägungsformen des Gelenkbefalls. So lässt sich bei Patienten, bei denen die Wirbelsäule betroffen ist, häufig der genetische Risikomarker "HLA-B27" finden. Auch zu anderen Genen im Bereich des HLA-Komplexes (HLA B38 und HLA B39) bestehen wahrscheinlich ursächliche Beziehungen, sie wurden gehäuft bei Patienten mit einer wirbelsäulenfernen Ausprägung der Psoriasis-Arthritis gefunden.

Vergleicht man die beiden Haupttypen der Psoriasis (Typ I und Typ II) hinsichtlich ihrer Gelenkbeteiligung, so findet man Gelenkbeschwerden häufiger bei Patienten mit einer Typ-II-Psoriasis. Diese Form betrifft überwiegend ältere Patienten (> 40 Jahre) und tritt nicht familiär gehäuft auf.

Bei der Psoriasis-Arthritis kommt es zu Gelenkentzündungen, die an der Gelenkinnenhaut (Synovialis) ihren Anfang nehmen und zur Zerstörung von Gelenkknorpel und benachbarten Knochen führen können. Die Ursache dieser Entzündungen sowie ihr genauer Entstehungsmechanismus sind noch nicht endgültig aufgeklärt. Man weiß aber inzwischen, dass es sich um so genannte autoimmunologische Prozesse handelt, also um Reaktionen des Abwehrsystems gegen körpereigene Strukturen. Bei manchen Patienten kann eine vorangegangene Infektion mit Streptokokken (z.B. bei einer eitrigen Mandelentzündung) das Krankheitsgeschehen in Gang bringen.

Eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielen Zellbotenstoffe, so genannte Zytokine, die vermehrt gebildet werden. Bei der Psoriasis-Arthritis ist dies speziell der Botenstoff TNF-alpha (Tumornekrosefaktor alpha). Mit modernen Medikamenten (Biologics) werden Botenstoffe wie TNF-alpha gezielt beeinflusst und die Konzentrationen reduziert. Das kann eine Beschwerdelinderung und Stopp der Gelenkzerstörung führen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 28, 2009


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