Diagnostik
Laboruntersuchung bei der Psoriasis-Arthritis
Bei der Diagnose einer Psoriasis-Arthritis kann eine Blutuntersuchung hilfreich sein, auch wenn es keine eindeutigen Marker für die Erkrankung gibt. Neben Entzündungszeichen wird dabei auch der Rheumafaktor bestimmt, der in aller Regel negativ ist und damit eine Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis erlaubt. Selten wird auch Gelenkpunktat untersucht, um die Diagnose zu stützen.
Die Labordiagnostik kann bei Psoriasis-Arthritis hilfreiche Hinweise geben. Sie ist aber nicht zwingend erforderlich, da es keine eindeutigen Marker für die Erkrankung gibt. Für die Abgrenzung zu anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen ist sie dennoch sehr hilfreich.
Allgemeine Entzündungszeichen
Bei der Psoriasis-Arthritis handelt es sich um eine autoimmunologisch verursachte Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Dementsprechend können bei der Laboruntersuchung die so genannten unspezifischen Entzündungszeichen wie die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das C-reaktive Potein (CRP) erhöht sein.
Erreger-Nachweis
Mitunter kann es in Verbindung mit Infekten der Harnwege, des Darmes und der Haut zu einer Aktivierung der Psoriasis-Arthritis kommen. Erreger solcher Infektionen sind oft Streptokokken. Dann sind zeitweise vermehrt weiße Blutkörperchen und erhöhte Antikörperspiegel gegen Streptokokkenantigene nachweisbar.
Anämie als häufige Begleiterscheinung
Bei längerem Erkrankungsverlauf der Psoriasis-Arthritis wird gelegentlich eine Anämie, also eine Blutarmut, beobachtet.
Rheumafaktor
Wichtig ist die Untersuchung des Blutes auf den so genannten Rheumafaktor. Er ist in der überwiegenden Anzahl der Fälle nicht nachweisbar, was eine Hilfe bei der Abgrenzung zur rheumatoiden Arthritis sein kann. Leider kann man sich darauf aber nicht hundertprozentig verlassen: Der Rheumafaktor ist bei den rheumatoiden Verläufen der Psoriasis-Arthritis, die auch im klinischen Erscheinungsbild der rheumatoiden Arthritis ähnlich sind, manchmal trotzdem nachweisbar.
Untersuchung der Gelenkflüssigkeit
In Zweifelsfällen kann zur Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen auch eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit sinnvoll sein. Das Gelenk wird dabei unter sterilen Bedingungen punktiert. Die Farbe des Punktats bei der Psoriasis-Arthritis ist gelb bis grünlich, es ist leicht getrübt und weniger zähflüssig als normal. Die Zahl der weißen Blutkörperchen sowie die Aktivität von bestimmten Enzymen sind darin typischerweise erhöht. Der Rheumafaktor ist in aller Regel negativ.
Harnsäurebestimmung
Ebenfalls zur Abgrenzung von anderen Gelenkerkrankungen dient die Bestimmung der Harnsäure. Eine deutliche Erhöhung wäre hier bei der Gicht zu erwarten, leicht erhöhte Harnsäurespiegel können jedoch gelegentlich auch bei der Psoriasis-Arthritis auftreten.




