Leben mit Kinderrheuma
Lebensqualität muss kein Fremdwort sein
Die juvenile idiopathische Arthritis ist eine Erkrankung, die nahezu alle Lebensbereiche eines Kindes und seiner Familie beeinflusst. Daher wurde in einer großen internationalen Studie untersucht, welche Faktoren sich besonders ungünstig auf die Lebensqualität auswirken.
In der Befragung schnitten Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis beim körperlichen und psychosozialen Wohlbefinden signifikant schlechter ab als gesunde Gleichaltrige. Dabei wiesen Patienten mit einer geringeren Anzahl betroffener Gelenke (Oligoarthritis) geringere Einschränkungen auf als Patienten mit ausgeprägterer Erkrankung (z.B. Polyarthritis, systemische Arthritis). Wie die Studie weiter zeigte, war das körperliche Wohlbefinden vor allem abhängig vom Grad der körperlichen Behinderung und die psychosoziale Gesundheit von der Intensität der Schmerzen.
An der Studie hatten mehr als 3.300 Kinder mit juveniler idiopathischer Arthritis aus 32 Ländern weltweit teilgenommen. Zum Vergleich dienten ähnlich viele gesunde Kinder, die hinsichtlich des Alters und der geographischen Region, aus der sie stammten, übereinstimmten. Alle Teilnehmer waren unter anderem mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens zu verschiedenen Aspekten der Lebensqualität befragt worden.
Die Autoren ziehen aus ihrer Studie den Schluss, dass in der Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis vor allem darauf geachtet werden sollte, körperliche Behinderungen zu verhindern und Schmerzen ausreichend zu lindern.




