
Rheuma und Beruf
Konsequente Therapie verbessert berufliche Perspektive und mindert Schmerzen
Jeder vierte Mensch mit Rheuma ist im Alltag stark beeinträchtigt, jeder zweite berufliche Fehltag ist durch Rheuma bedingt. Eine konsequente Therapie kann die Lebensqualität deutlich bessern.
Rheuma ist leider nicht selten. Anders als viele Menschen glauben ist kein Lebensalter frei von diesen Erkrankungen. Die Auswirkungen sind enorm: Etwa die Hälfte aller beruflichen Fehltage sind durch Rheuma bedingt. Kein Wunder also, dass jeder vierte Mensch mit Rheuma von körperlichen Behinderungen berichtet und bei der Bewältigung des täglichen Lebens stark eingeschränkt ist. Hinter dem Begriff Rheuma verbergen sich allerdings viele sehr unterschiedliche Erkrankungen. Eine häufige Ursache für Rheuma können Entzündungsvorgänge sein, Mediziner sprechen dann von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die häufigste Erkrankung aus dieser Gruppe ist die rheumatoide Arthitis. Viele Menschen mit dieser Krankheit leiden immer wieder unter erheblichen Schmerzen. Ausgelöst werden diese durch eine Fehlsteuerung des Abwehrsystems. Es kommt zu chronischen Entzündungen, typischerweise im Bereich der Gelenke. Unbehandelt führen diese Vorgänge dann zu Schmerzen, Funktionsstörungen im Gelenkbereich und Behinderungen im Alltag.
Eine konsequente Therapie kann dieser Entwicklung jedoch wirksam entgegentreten. Neben der Behandlung mit antirheumatischen Medikamenten, gehört dazu u.a. auch eine regelmäßige krankengymnastische Behandlung. "Noch können allerdings viel zu wenig Rheumakranke Angebote zur Rehabilitation in Anspruch nehmen", teilt Herr Prof. Dr. med Wilfried Mau, Sprecher der Kommission Rehabilitation und Sozialmedizin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh), im Vorfeld des alljährlichen Rheumatologenkongresses mit. Er fügt hinzu, dass derzeit nur die Hälfte der funktionseingeschränkten Patienten mit rheumatoider Arthritis etwa Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalte. Von einer konsequenten und intensiven Therapie - inklusive ambulanter Physio- und Ergotherapie, Patientenschulungen und psychologischer Hilfe - könnten die betroffenen Patienten jedoch langfristig profitieren.
Während des 36. Jahreskongresses der DGRh, der in diesem Jahr in Berlin stattfindet, werden die anwesenden Rheumatologen dieses Thema daher u.a. im Rahmen einer Pressekonferenz und eines Symposiums eingehend erörtern und diskutieren.




