Rheuma behandeln
Patientenschulungen
Aktivität die sich lohnt: Bei entzündlichem Rheuma können Patienten mit Hilfe von Schulungen lernen, wie sie ihre Gelenke sinnvoll schützen und dadurch Schmerzen reduzieren.
Eine aktuelle Untersuchung italienischer Wissenschaftler hat diesen Zusammenhang erneut bestätigt. Sämtliche Teilnehmer dieser Studie waren an einer mittelschweren bis schweren rheumatoiden Arthritis erkrankt und wurden deshalb mit einem TNF-alpha-Hemmer behandelt. Während 39 der teilnehmenden Patienten zusätzlich zu dieser Therapie lediglich ihre üblichen Arztbesuche wahrnahmen und die Kontrollgruppe bildeten, wurde eine zweite Gruppe mit 46 Teilnehmern an vier Terminen intensiv geschult. Die entsprechenden Schulungen dauerten jeweils drei Stunden und fanden im Abstand von drei Wochen satt. Die Teilnehmer erhielten dabei u.a. Informationen zu Krankheitsentstehung und -ursachen, zur Schmerzbewältigung und zu gelenkschonenden Bewegungsmustern im Alltag. Gleichzeitig erfuhren sie von entsprechenden Hilfsmitteln für den Haushalt und erlernten ein körperliches Trainingsprogramm für zu Hause.
Die an der Untersuchung beteiligten Forscher erfassten bei allen Teilnehmern zu Studienbeginn sowie nach durchschnittlich acht Monaten mit Hilfe spezieller Fragebogen unter anderem den Schmerz, die körperliche Beeinträchtigung und den Gesundheitszustand. Wie die Befragungen ergaben, waren die Patienten zu Beginn der Studie über ihre Erkrankung nur unzureichend informiert. Zu Studienende kam es bei den "geschulten" Patienten im Vergleich mit der Kontrollgruppe zu einem deutlicheren Rückgang von körperlichen Beeinträchtigungen und Schmerzen sowie zu einer ausgeprägteren Besserung des allgemeinen Gesundheitsstatus. Die italienischen Forscher gehen daher davon aus, dass Patienten ihren Gesundheitszustand verbessern könnten, wenn die medikamentöse Therapie durch entsprechende Schulungen ergänzt wird.




