Psoriasis-Arthritis
Durch Übergewicht gefördert
Psoriasispatienten, die übergewichtig sind, haben ein erhöhtes Risiko für Psoriasis-Arthritis. Vermutlich werden die Entzündungen in den Gelenken durch eine Vermehrung von Entzündungsbotenstoffen begünstigt.
Seit Längerem wird vermutet, dass Übergewicht die Entstehung der Schuppenflechte fördert. So hatten beispielsweise in einer Untersuchung unter US-amerikanischen Krankenschwestern übergewichtige Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 kg/m2 und mehr ein erhöhtes Risiko, an Psoriasis zu erkranken. Mehrfach wurde zudem nachgewiesen, dass Übergewicht unter Psoriasispatienten gehäuft vorkommt.
In einer aktuellen Studie stellten Forscher jetzt fest, dass offenbar auch ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Psoriasis-Arthritis besteht. Sie werteten die Daten von 943 Psoriasispatienten aus, darunter jeweils die Hälfte Männer und Frauen. Teilnehmer, die an Psoriasis-Arthritis litten, hatten im Durchschnitt einen höheren BMI als diejenigen, die allein an Psoriasis erkrankt waren (30,5 gegenüber 27). Entscheidend für die Prognose, ob im Laufe des Lebens eine Gelenkbeteiligung auftreten wird oder nicht, schien der BMI um das 18. Lebensjahr zu sein. So erkrankte etwa ein Viertel derjenigen, die mit 18 Jahren einen BMI unter 25 aufwiesen, an Psoriasis-Arthritis – von denen mit einem BMI zwischen 25 und 30 waren es mehr als ein Drittel und von denen mit einem BMI über 40 sogar 40 Prozent.
Auch der Verlauf der Schuppenflechte selbst hängt offenbar mit dem Körpergewicht zusammen: Ein BMI von mehr als 25 im Alter von 18 Jahren erhöhte in der Untersuchung das Risiko für eine schwere Erkrankungsform und für eine Beteiligung der Finger- und Fußnägel. Die Ursache für die beobachteten Zusammenhänge, so die Forscher, liege vermutlich in der vermehrten Bildung entzündungsvermittelnder Botenstoffe im Fettgewebe. Es sei davon auszugehen, dass durch eine Normalisierung des Körpergewichts der Entstehung einer Psoriasis-Arthritis vorgebeugt werden könne.





