
Behandlung
Behandlung der Psoriasis-Arthritis
Kommt es im Rahmen einer Schuppenflechte-Erkrankung zu einem entzündlichen Befall von Gelenken und Knochen, liegt eine so genannte Psoriasis-Arthritis vor. Diese sollte frühzeitig mit wirksamen Mitteln behandelt werden, um folgenreiche Schäden zu verhindern.
Bei der Planung der Behandlung ist eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen. Art und Ausmaß der Haut- und Gelenksymptome gehören ebenso dazu wie das Alter und Geschlecht des Patienten, die von ihm empfundene Beeinträchtigung durch die Beschwerden, bereits früher durchgeführte Therapien, begleitende Erkrankungen und deren Behandlungsformen sowie ein bestehender Kinderwunsch bei Frauen.
Leichte Formen der Psoriasis-Arthritis können zunächst mit nichtsteroidalen antientzündlichen Wirkstoffen NSAR z. B. (Diclofenac, Ibuprofen) behandelt werden. Der zusätzliche Einsatz von niedrig dosierten Glukokortikoiden (Kortison) ist möglich, wobei jedoch eine gewisse Vorsicht geboten ist, da NSAR-Präparate und Kortison bestehende Hautsymptome einer Schuppenflechte zuweilen verschlechtern. Frühzeitig sollte mit einem Einsatz physikalischer Therapie, z.B. Balneotherapie (Bädertherapie), und Krankengymnastik begonnen werden. Sie unterstützen die Schmerzlinderung, beeinflussen Entzündungen günstig und verbessern die Beweglichkeit der Gelenke.
Bei einem akuten Verlauf der Psoriasis-Arthritis und beginnender Gelenkzerstörung wird ein frühzeitiger Einsatz so genannter Basismittel (DMARDs) empfohlen. Hierzu zählen z. B. Sulfasalazin, Methotrexat (MTX) und Leflunomid. Sie wirken Entzündungsreaktionen entgegen und verhindern eine Zerstörung der befallenen Gelenke. Sulfasalazin hat dabei keine Wirkung auf die Haut. Ciclosporin zeigte eine gute Wirksamkeit, ist bisher jedoch nicht für die Psoriasis-Arthritis zugelassen. Andere Basismittel (z. B. Chloroquin, Gold, Azathioprin) und Retinoide sind für die Psoriasis-Arthritis ebenfalls nicht zu gelassen und haben in Untersuchungen entweder keine ausreichende Wirksamkeit oder eine erhebliche Belastung durch Nebenwirkungen bei der Psoriasis-Arthritis gezeigt.
Als wirksame und sichere Behandlungsoption gegen Psoriasis-Arthritis haben sich zudem die so genannten TNF-alpha-Antagonisten erwiesen. In Deutschland sind derzeit Etanercept, Infliximab und Adalimumab für die Behandlung einer Psoriasis-Arthritis zugelassen. Neben der Verbesserung von Hautsymptomen und der Linderung von Gelenkbeschwerden wirken sie nachweislich der Zerstörung befallener Knochenabschnitte entgegen. Auch die mitunter bei Psoriasis-Arthritis auftretenden Entzündungen von Fingern oder Zehen (Daktylitis) sowie Entzündungen am Übergang von Sehnen auf den Knochen (Enthesitis), die bislang nur schwer behandelbar waren, lassen sich durch TNF-alpha-Antagonisten lindern. Nachweislich wird unter Einsatz von TNF-alpha-Antagonisten die Lebensqualität von Patienten mit Psoriasis-Arthritis verbessert.






