Schwangerschaft und Psoriasis
Ärztliche Begleitung zu empfehlen
Eine Schwangerschaft ist bei einer Psoriasiserkrankung keinesfalls ausgeschlossen. Allerdings besteht möglicherweise eine erhöhte Gefahr für Komplikationen, weshalb verstärkte Aufmerksamkeit gefordert ist.
Frauen, die an Schuppenflechte erkrankt sind, müssen nicht darauf verzichten, ein Kind zu bekommen. Allerdings empfiehlt es sich, während der Schwangerschaft in enger Absprache mit dem Hautarzt zu bleiben. Einige der Therapien, die gegen die Hautkrankheit eingesetzt werden, können das ungeborene Kind schädigen, zudem kann eine Schwangerschaft die Schuppenflechte verschlimmern. Doch auch aus einem anderen Grund scheint erhöhte Aufmerksamkeit geboten: Wie Wissenschaftler jetzt auf der Jahrestagung der American Academy of Dermatology berichteten, treten bei Psoriasispatientinnen im Verlaufe der Schwangerschaft offenbar häufiger Komplikationen auf.
Rückblickend hatten die Forscher die Daten von schwangeren Psoriasispatientinnen und Schwangeren, die nicht an Psoriasis erkrankt waren, ausgewertet. Unter den Psoriasispatientinnen kam es häufiger zu Fehl- und Frühgeburten, einer Fehllage der Plazenta (Placenta praevia) mit und ohne Blutungen, einer Eileiterschwangerschaft sowie Erkrankungen der werdenden Mutter wie schwere Bluthochdruck- und Bluthochdruckkrisen (Präeklampsie und Eklampsie). Lediglich die Häufigkeit eines Kaiserschnitts bei der Geburt war bei den Psoriasispatientinnen deutlich geringer als bei den anderen Frauen.
Bisherige Studienergebnisse zur Häufigkeit von Schwangerschaftskomplikationen bei Psoriasis waren widersprüchlich. Auch anhand der jetzt vorgelegten Studie lassen sich keine endgültigen Aussagen treffen, da es sich um eine rückblickende Analyse handelt, bei der weitere Einflussfaktoren nicht sicher ausgeschlossen werden können. Dennoch sollte im Falle einer Schuppenflechteerkrankung eine Schwangerschaft sorgfältig geplant und ärztlich begleitet werden, um eventuell auftretende Komplikationen sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.





