Arteriosklerose bei Psoriasis
Auch Gefäße im Gehirn sowie den Armen und Beinen sind betroffen
Unter Psoriasispatienten tritt Arterienverkalkung, die so genannte Arteriosklerose, häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung. Sie ist mit einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen verbunden.
Psoriasispatienten leiden häufiger als die Allgemeinbevölkerung unter Arterienverkalkung, der so genannten Arteriosklerose (auch Atherosklerose). Eine große Beobachtungsstudie, in die mehr als 3.000 Schuppenflechte-Patienten und 2.500 Personen, die nicht an Psoriasis erkrankt waren, einbezogen wurden, bestätigte diesen Zusammenhang. Die Untersuchung ergab auch, dass infolge der mit der Arteriosklerose verbundenen Gefäßschäden bei Psoriasispatienten nicht nur die Häufigkeit von koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt stieg, sondern auch Durchblutungsstörungen im Gehirn (Schlaganfall) sowie den Armen und Beinen öfter auftraten.
Wie bereits in früheren Studien zeigten sich bei den Psoriasispatienten häufiger als bei den Kontrollpersonen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Zudem fanden sich unter den Psoriatikern häufiger Raucher. Unabhängig davon hatten die Psoriasispatienten verglichen mit der Allgemeinbevölkerung ein jeweils fast doppelt so hohes Risiko für Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt), der Arterien des Gehirns und der Arterien von Armen und Beinen. Zudem erwies sich die Schuppenflechte als ein unabhängiger Risikofaktor für eine erhöhte Sterblichkeit.
Bei der so genannten Arteriosklerose kommt es zur Ablagerung von Blutfetten und Kalk in der Wand der Arterien, also der Blutgefäße, die das sauerstoffreiche Blut vom Herzen weg in den Körper leiten. Die Arterienwand verhärtet sich zunehmend und verliert ihre Elastizität. Außerdem verengen sich die Arterien, Blutgerinnsel (Thromben) können entstehen, die die Öffnung der Gefäße verschließen und den Blutfluss stoppen. Dadurch kommt es allmählich oder mitunter auch plötzlich zur Minderdurchblutung und Schädigung von Körpergewebe, wie beim Herzinfarkt, Hirninfarkt (Schlaganfall) oder der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK, Schaufensterkrankheit).





