Leben mit Psoriasis
Beruf und Psoriasis
An Psoriasis erkrankte Personen können grundsätzlich jeden Beruf ausüben. In Einzelfällen können die Hautveränderungen allerdings zu beruflichen Einschränkungen führen. Jugendliche Psoriatiker sollten sich vor der Berufswahl ausführlich informieren und gut beraten lassen, dabei aber ihr angestrebtes Berufsziel immer im Auge behalten.
Die meisten Patienten mit Schuppenflechte können trotz immer wiederkehrender Krankheitsschübe in ihrem ursprünglichen Beruf weiterarbeiten. Obwohl die Psoriasis eine chronische Erkrankung ist, führt sie nicht zwangsläufig zur Arbeitsunfähigkeit. Die bei schwerwiegenden Verläufen notwendigen Krankenhausbehandlungen oder Kuren sind in der Regel planbar und dadurch entstehende Arbeitsausfälle lassen sich mit dem Arbeitgeber möglicherweise sogar abstimmen.
Welchen Einfluss hat die Psoriasis auf den Beruf?
Sind die Hautveränderungen besonders an den Händen sehr ausgeprägt, kommt es zu Einschränkungen bei Arbeiten, wo kräftig zugepackt werden muss oder bei denen die Hände in Kontakt mit Chemikalien (Säuren, Laugen, Lösungsmittel) bzw. Reinigungsmitteln kommen. Durch mechanische Belastung, extreme Hitze- oder Kälteeinflüsse kann sich die Psoriasis ebenfalls verschlechtern (Baugewerbe, Stahlindustrie). Sind Hände und Gesicht besonders betroffen, so sind unter Umständen Tätigkeiten mit intensivem Publikumsverkehr (Handel, Dienstleistungen) problematisch. Bei Patienten mit einer Gelenkbeteiligung (Psoriasisarthitis) kann es im Verlauf zu Bewegungseinschränkungen kommen. Wird dadurch die Erwerbsfähigkeit erheblich gemindert, so sollte eine berufliche Rehabilitation erwogen werden. Patienten, bei denen sich in ihrem erlernten Beruf die oben genannten krankheitsfördernden Einflüsse nicht verhindern lassen (z.B. Friseur, Kranken- oder Altenpfleger, Bäcker) und die in ihrer Arbeit dadurch dauerhaft eingeschränkt sind, sollten sich über Möglichkeiten eines Berufswechsels informieren.
Berufsberatung bei Jugendlichen sinnvoll
Besondere Aufmerksamkeit kommt der Berufsberatung psoriasiserkrankter Jugendlicher zu. Ausschlaggebend für die Empfehlungen sind dabei der bisherige Krankheitsverlauf und die aktuelle Situation, weil prognostische Aussagen bei Psoriasis kaum möglich sind. In der Beratung sollte generell der ursprüngliche Berufswunsch des Jugendlichen unterstützt und erst dann Alternativen vorgeschlagen werden, wenn der angestrebte Beruf mit den oben genannten Risiken verbunden ist.





