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Kopfhaut

Kopfhautveränderungen sind bei der Psoriasis häufig

Bei bis zu zwei Drittel der Psoriasis-Betroffenen ist auch die Kopfhaut von den typischen Hautveränderungen betroffen. Die so genannte Kopfhautpsoriasis ist häufig leider hartnäckig und schwer zu behandeln.

Auch wenn man es oft nicht sieht, die Kopfhaut ist der häufigste Entstehungsort einer Schuppenflechte. Bis zu zwei Drittel aller Psoriatiker leiden unter diesen häufig hartnäckigen und schwer zu behandelnden Symptomen. Sicher spielt dabei auch die Tatsache eine große Rolle, dass die Kopfhaut äußeren Reizungen vermehrt ausgesetzt ist. Schon die Hitze eines Haarföns, chemische Reize oder auch mechanische Irritationen beispielsweise beim Kämmen können neue Krankheitsherde provozieren.

Die Psoriasis-Herde an der Kopfhaut sind meist scharf begrenzt, stark schuppend und entzündlich gerötet. Nicht selten ist im Bereich der Stirn-Haar-Grenze und den seitlichen Kopfpartien auch ein kleiner Streifen der unbehaarten Haut betroffen. Selbst der Gehörgang kann betroffen sein. Diese Veränderungen sind oft von Juckreiz begleitet. Da die Haare Schuppen und Herde meist bedecken, sind sie bei vielen Psoriatikern gar nicht sichtbar. Bei starker Ausdehnung der Herde können panzerartige Krusten entstehen.

Veränderungen des Haares

Obwohl bei der Schuppenflechte die Haare selbst nicht betroffen sind, kann es dennoch vor allem bei großflächigem Befall der Kopfhaut bei bis zu zwei Drittel aller Betroffenen zu vorübergehendem Haarausfall kommen. Bei den stark entzündlichen Formen der Psoriasis, wie der pustulösen Schuppenflechte oder der Erythrodermie, kann es allerdings sogar zu diffusem Haarausfall kommen. Glücklicherweise ist eine bleibende Form des Haarverlustes selten.

Besteht eine Kopfhautpsoriasis über einen längeren Zeitraum hinweg, kann das zu einer Ausdünnung des Haarkleides und vermehrter Haarbrüchigkeit führen. Auch wenn eine dicke Schuppenschicht über längere Zeit nicht abgelöst wird, können die Haare ausfallen oder abbrechen. Neben verschiedenen Behandlungsmaßnahmen in Absprache mit dem behandelnden Hautarzt sollte daher eine Entschuppung z.B. mit salicylhaltigen Präparaten herbeigeführt werden. Vorher müssen andere Erkrankungen der Kopfhaut sicher ausgeschlossen worden sein.

Ähnliche Erkrankungen

Die Kopfhautpsoriasis wird leicht mit dem seborrhoischen Ekzem verwechselt, einer mit einer Pilzinfektion in Verbindung stehenden entzündlichen Hautkrankheit. Für das Ekzem sind rötlich entzündete Herde auf der Kopfhaut mit talgiger Schuppung ebenfalls typisch.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 20, 2009


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