Psoriasisherde an der Haut
Typische Hautsymptomatik der Psoriasis vulgaris
Wenn ein Psoriasis-Herd neu entsteht, wird in der Regel zunächst ein kleiner, scharf begrenzter, entzündlich geröteter Fleck sichtbar. Dieser nimmt an Größe zu und entwickelt im Laufe einiger Tage eine silbrige Schuppung.

Die rotmarkierten Stellen zeigen die bevorzugt befallenen Hautareale bei der Psoriasis vulgaris.
Der voll entwickelte Psoriasis-Herd stellt sich in der Regel als entzündlich gerötete, unregelmäßig-scharf begrenzte, leicht über das Niveau der gesunden Haut erhabene Veränderung mit weißlicher bis silbrig glänzender Schuppung dar. Man nennt diese Herde auch Plaques. Eine Schuppenflechte, die sich in Form dieser typischen Symptomatik äußert, wird entsprechend auch als Plaque-Psoriasis bezeichnet.

Typische Psoriasis-Herde an den Knien.
Da die Psoriasisherde an der Haut von unterschiedlicher Gestalt sein können, hat man eine beschreibende Namensgebung eingeführt, um die einzelnen Erscheinungsformen zu unterscheiden. Der Bezeichnung Psoriasis wird dann jeweils ein lateinischer, die Form des Herdes beschreibender, Zusatz angefügt.
Die einzelnen Veränderungen können punktförmig klein oder tropfenförmig sein. Man spricht in diesem Fall auch von einer Psoriasis punctata und guttata (punctum = Punkt, Fleck; gutta = Tropfen). Bei der Psoriasis punctata bzw. guttata treten in der Regel ganz plötzlich zahlreiche kleinfleckige Hautveränderungen gleichzeitig auf, die über fast die gesamte Haut ausgestreut sind. Ellenbeugen und Kniebeugen bleiben hierbei häufig ausgespart.

Punktförmige Psoriasis-Herde (Psoriasis guttata) am Körperstamm.
Noch häufiger werden allerdings münzförmige (nummuläre), das heißt rundliche, markstück- bis fünfmarkstückgroße Psoriasis-Herde beobachtet. Man spricht dann von einer Psoriasis nummularis. Diese Herde können bei stärkerer Ausprägung auch zusammenfließen (konfluieren) und großflächige, bizarr geformte Hautveränderungen bilden. Sie können zehn bis zwanzig Zentimeter im Durchmesser erreichen. Da diese Herde in ihren Umrissen unter Umständen an Landkarten erinnern können, spricht man bei dieser Ausprägungsform der Schuppenflechte auch von einer Psoriasis geographica. Sowohl nummuläre Psoriasis-Herde als auch Veränderungen im Rahmen einer Psoriasis geographica können über Wochen, Monate oder Jahre unverändert bestehen bleiben, wenn keine wirksame Behandlung durchgeführt wird. Selten sind die Hauterscheinungen so ausgeprägt, dass zwischen den Psoriasis-Herden praktisch keine unveränderte Haut mehr übrig bleibt. Dann spricht man von einer Psoriasis erythrodermatica, das heißt einer Psoriasis mit Rötung der gesamten Haut (erythros = rot; derma = Haut).

Chronische, münzförmige Psoriasis-Herde am Bauch (Psoriasis nummularis).
Bevorzugte Hautstellen, an denen Psoriasis-Herde zu finden sind
Am häufigsten entstehen Psoriasis-Herde an den Ellenbogen, den Knien und über dem Steißbein. Nicht selten ist auch die Kopfhaut betroffen; gelegentlich ist die Kopfhaut die einzige Stelle, an der sich die Schuppenflechte zeigt. Ein Befall der Kopfhaut ist in der Regel mit Rötung und Schuppung im Bereich der Ohrmuscheln kombiniert
Typisch ist auch eine scharf begrenzte Rötung im Bereich der Gesäßfalte mit nur leichter oder ganz ohne Schuppung mit einer Rhagade (Einriss der Haut) in der Mittellinie. Mit Ausnahme einiger Sonderformen verläuft die Schuppenflechte im Allgemeinen ohne Schmerzen. Gelegentlich kann leichter Juckreiz im Bereich der Herde auftreten, insbesondere wenn eine Psoriasis punctata bzw. nummularis (eine Psoriasis mit kleinfleckigen Hautveränderungen) akut auftritt, zum Beispiel wenn ein akuter bakterieller Infekt als Provokationsfaktor besteht.

Typische Psoriasis-Herde am behaarten Kopf.





