Ciclosporin
Behandlung mit Ciclosporin
Ciclosporin ist ein aus der Transplantationsmedizin bekanntes Immunsupressivum. Seine Wirksamkeit beruht auf einer Hemmung von Zellbotenstoffen, die für die Aktivierung von T-Zellen verantwortlich sind. Die Behandlung mit Ciclosporin bleibt den schweren Formen der Psoriasis, die nicht ausreichend auf andere Therapien ansprechen, vorbehalten und erfolgt heute meist als Kurzzeit-Intervalltherapie. Dabei wird mit der am geringsten wirksamen Dosis, die den Hautzustand wesentlich verbessert, so lange behandelt, bis maximal 6 Monate relative Erscheinungsfreiheit erreicht sind. Dann sollte Ciclosporin abgesetzt werden. Allerdings kommt es nach dem Absetzen oft zu einem Rückfall (im Durchschnitt nach etwa 10 Wochen).
In der vergleichsweise geringen Dosierung, in der Ciclosporin in der Psoriasistherapie zur Anwendung kommt, wird es meist gut vertragen. Allerdings kann es unter der Behandlung zu Störungen der Nierenfunktion kommen, die nach Absetzen des Medikaments aber in der Regel wieder verschwinden. Patienten mit Einschränkungen der Nierenfunktion sollten nicht mit Ciclosporin behandelt werden. Unter einer Therapie sollten Blutdruck, Nieren- und Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem wird Patienten mit einer Ciclosporintherapie empfohlen, sich nicht übermäßig der Sonne auszusetzen. Man hat festgestellt, dass es unter der Behandlung zu einer Zunahme von Hauttumoren gekommen ist, die durch Sonneneinstrahlung befördert werden.





