
Fumarsäure
Fumarsäureester (Fumarate)
Fumarsäureester sind Abkömmlinge der im menschlichen Körper vorkommenden Fumarsäure. Die zur Behandlung der Schuppenflechte verfügbaren Präparate enthalten ein Gemisch aus verschiedenen Fumarsäureestern. Ihre Wirksamkeit beruht auf einer Hemmung von Entzündungszellen (Lymphozyten) sowie einer Beeinflussung der Ausschüttung von entzündungsregulierenden Zellbotenstoffen (Zytokinen). Ihre therapeutische Wirkung tritt in der Regel nach 3-5 Wochen ein.
Fumarsäureester haben neben ihrer guten antientzündlichen Wirksamkeit gerade zu Beginn einer Behandlung oft eine Reihe unerwünschter Wirkungen. Dazu zählen Völlegefühl, Durchfall, Übelkeit sowie ein häufig auftretender so genannter "Flush", eine plötzlich auftretende Rötung insbesondere des Gesichts mit Hitzewallungen. Um diese Nebenwirkungen zu reduzieren, wird die Dosis langsam gesteigert, bis die volle Wirkdosis erreicht ist. Die unerwünschten Begleiterscheinungen lassen meist nach einiger Zeit nach und das Präparat wird dann gut vertragen. Im Verlauf kann es zu einer Verminderung der Lymphozytenanzahl im Blut kommen. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes, der Leber- und Nierenwerte während der Behandlung wird empfohlen.






