
Biologics
Efalizumab
Der Antikörper Efalizumab bindet an einen ganz speziellen Rezeptor von T-Zellen, die zur körpereigenen Immunabwehr gehören. Der Angriff des Immunsystems gegen den eigenen Körper bei der Schuppenflechte wird somit gehemmt.
Einsatzgebiete
Efalizumab ist seit September 2004 zur Behandlung von Plaque-Psoriasis bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Formen zugelassen. Verordnen darf es der Arzt, wenn andere systemische - im ganzen Körper wirkende - Therapien wie beispielsweise Methotrexat, Ciclosporin oder PUVA nicht ausreichend erfolgreich wirksam waren, nicht vertragen wurden oder kontraindiziert sind, also aus gesundheitlichen Gründen nicht angewendet werden dürfen.
Wie wird Efalizumab angewendet?
Der Wirkstoff wird in der Regel einmal pro Woche unter die Haut (subkutan) gespritzt. Die Erstdosis beträgt 0,7 mg/kg Körpergewicht, die folgenden Dosen jeweils 1 mg/kg Körpergewicht. Der Wirkstoff liegt in pulverisierter Form (Lyophilisat) in einer Durchstechflasche vor. Es muss zunächst mit dem dazugehörigen Lösungsmittel, das in einer Fertigspritze beiliegt, zur fertigen Injektionslösung vermischt werden. Nach entsprechender Einweisung können sich die Patienten im Allgemeinen die Injektion selbst setzen.
Dauer der Behandlung
Die Behandlungsdauer beträgt zunächst 12 Wochen, bei Therapieansprechen wird die Gabe fortgeführt. Laut einer Langzeitstudie (mittlerweile mehr als 30 Monate) kann durch eine fortgesetzte Gabe die Ansprechrate weiter verbessert werden. Falls Efalizumab abgesetzt wird, sollte der Patient sorgfältig überwacht werden, da es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der Schuppenflechte kommen kann (Rebound).
Kombination mit anderen Wirkstoffen
Beim gleichzeitigen Einsatz von Efalizumab und topischen, d.h. lokal angewendeten Kortisonpräparaten kam es zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen. Allerdings zeigte der gleichzeitige Einsatz der beiden Wirkstoffe auch keinen nennenswerten Nutzen gegenüber der alleinigen Therapie mit Efalizumab.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Häufigste Nebenwirkungen von Efalizumab sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Muskelschmerzen. Mehr als 40 Prozent der Patienten einer Studie entwickelten unter Efalizumab eine anhaltende asymptomatische Lymphozytose (Erhöhung der weißen Blutkörperchen), die nach Absetzen der Behandlung jedoch auf den Ausgangswert zurückging. Mit dem vermehrten Auftreten von Infekten muss gerechnet werden. Weitere Nebenwirkungen können auftreten. Nach Beendigung der Therapie kann es zu einem sog. "Rebound-Phänomen" kommen: dem baldigen, verstärkten Auftreten von Hautsymptomen.






