Biologika
Infliximab
Bei dem Tumornekrosefaktor-alpha handelt es sich um einen entzündungsvermittelnden Botenstoff des Immunsystems. Der Antikörper Infliximab bindet diesen Botenstoff und unterbricht somit den Angriff gegen den eigenen Körper.
Wie wird Infliximab angewendet?
Sowohl bei der Schuppenflechte als auch bei der Psoriasis-Arthritis wird eine Dosis von 5 mg/kg Körpergewicht als intravenöse Infusion ("Tropf") über einen Zeitraum von 2 Stunden verabreicht. Wegen möglicher allergischer Reaktionen sollte der Patient nach der Infusion noch 1-2 Stunden ärztlich überwacht werden. Der Erstinfusion folgen weitere Gaben nach 2 und 6 Wochen. Danach wird Infliximab alle 8 Wochen verabreicht. Mit einem ersten Wirkungseintritt kann nach 2-4 Wochen gerechnet werden.
Einsatzgebiete
Infliximab ist seit 2004 zur Behandlung von aktiver und fortschreitender Psoriasis-Arthritis zugelassen, seit September 2005 auch zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis.Verordnen darf es der Arzt, wenn andere systemische - im ganzen Körper wirkende - Therapien mit beispielsweise Methotrexat, Ciclosporin oder PUVA bei der Schuppenflechte oder zwei so genannten Basismitteln bei der Psoriasis-Arthritis nicht ausreichend erfolgreich wirksam waren, nicht vertragen wurden oder kontraindiziert sind, also aus gesundheitlichen Gründen nicht angewendet werden dürfen. Bei Psoriasis-Arthritis sollte Infliximab in Kombination mit Methotrexat angewendet werden.
Dauer der Behandlung
Sprechen die Patienten auf die Behandlung mit Infiximab an, kommt es meist bereits nach einigen Wochen zu einem ersten Wirkungseintritt. Eine Langzeittherapie ist prinzipiell möglich. Falls nach einer Dauer von 14 Wochen kein Ansprechen auf die Therapie feststellbar ist, sollte die Therapie, laut Herstellerangaben, nicht weitergeführt werden.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Während der Infusion kann es zum Auftreten von allergischen Reaktionen kommen. Bei Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Blutdruckabfall oder Hautausschlag reicht meist eine Verlangsamung der Infusion aus, um die Beschwerden zu reduzieren. Schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock sind sehr selten, erfordern aber einen sofortigen Infusionsabbruch und rasches ärztliches Handeln.Kopfschmerzen, Übelkeit, Husten, Hitzewallungen können auch unabhängig von der Infusion auftreten, außerdem kann es zu vermehrten Infekten etwas im Bereich der Atemwege - oder Harnwege kommen. Weitere Nebenwirkungen können auftreten.





