Biologics
Adalimumab
Adalimumab ist ein gentechnisch hergestellter monoklonaler Antikörper.
Es bindet an den Botenstoff TNF-alpha, einen wichtigen körpereigenen Botenstoff des Immunsystems. Auf diese Weise wird TNF-alpha, das bei Entzündungsreaktionen eine wichtige Rolle spielt, blockiert.
Einsatzgebiete
Adalimumab ist seit August 2005 bei Erwachsenen zur Behandlung der aktiven und fortschreitenden Psoriasis-Arthritis zugelassen, wenn eine vorhergehende Therapie mit mindestens zwei Basismedikamenten nur unzureichende Ergebnisse gebracht hat oder nicht vertragen wurde. Ende 2007 erfolgte zusätzlich die Zulassung für die mittelschwer bis schwer ausgeprägte Plaque-Psoriasis.Verordnen darf es der Arzt, wenn andere systemische - im ganzen Körper wirkende - Therapien mit beispielsweise Methotrexat, Ciclosporin oder PUVA bei der Schuppenflechte oder zwei so genannten Basismitteln bei der Psoriasis-Arthritis nicht ausreichend erfolgreich wirksam waren, nicht vertragen wurden oder kontraindiziert sind, also aus gesundheitlichen Gründen nicht angewendet werden dürfen.
Wie wird Adalimumab angewendet?
Nach einer doppelten Anfangsdosis (Induktionsdosis) von 80 mg beginnt man eine Woche später mit der regulären Dosis von 40 mg, die dann alle 14 Tage unter die Haut - also subkutan ? gespritzt wird. Der Wirkstoff steht als Fertigspritze bzw. PEN (Injektionshilfe) zur Verfügung.
Kombination mit anderen Medikamenten
Eine Kombination von Adalimumab mit anderen das Immunsystem dämpfenden oder beeinflussenden Medikamenten (z.B. Methotrexat) ist möglich. Auch örtlich (topisch) anzuwendende Wirkstoffe zur Behandlung der Schuppenflechte können mit Adalimumab kombiniert werden.
Dauer der Behandlung
Sprechen die Patienten auf die Behandlung mit Adalimumab an, kommt es bereits nach einigen Wochen zu einem ersten Wirkungseintritt. Eine Langzeittherapie ist prinzipiell möglich. Sollte sich nach 16 Wochen noch keine Wirkung eingestellt haben, ist die Therapie im Hinblick auf eine Fortsetzung noch einmal zu überprüfen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen von Adalimumab gehören meist milde bis mittelgradige Hautreaktionen an der Einstichstelle, die aber nur selten zum Abbruch der Therapie führen.Darüber hinaus können unter der Behandlung mit Adalimumab Infektionen auftreten. Am häufigsten sind Infektionen der oberen Luftwege, infektiöse Entzündungen der Nasennebenhöhlen, grippeähnliche Infekte und Infektionen des Harntrakts. Weitere Nebenwirkungen sind möglich.





