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Nachsorge nach Prostatatumor-Therapie

Intensiv und mit festem Zeitplan

Auch wenn nach radikaler Prostatektomie Hoffnung auf Heilung besteht, ist ein Wiederauftreten des Tumors nicht ausgeschlossen. Wie bei jeder Tumorerkrankung ist daher eine intensive Nachsorge erforderlich, um gegebenenfalls ein solches Wiederauftreten rechtzeitig zu bemerken und zum frühestmöglichen Zeitpunkt darauf reagieren zu können.

Die Nachsorge beginnt grundsätzlich mit Abschluss der Therapie, d.h. etwa im Falle einer Prostatektomie nach der Operation. Im ersten und zweiten Jahr sind halbjährliche Untersuchungen vorgesehen, wenn der Tumor sich bei der mikroskopischen Untersuchung als besonders aggressiv erwiesen hat, wird der Arzt die Termine sogar vierteljährlich anberaumen. Dabei wird er eine sorgfältige körperliche und urologische Untersuchung vornehmen, die sowohl den Bereich von Blase und Prostata als auch alle Körperregionen umfasst, in denen möglicherweise Absiedlungen des Tumors auftreten können.

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Genaue Informationen über den Zustand helfen dem Arzt

Ganz entscheidend ist, dass der Patient dem Arzt alle in der Zwischenzeit aufgetretenen Unregelmäßigkeiten mitteilt, beispielsweise Probleme bei Wasserlassen und Stuhlgang, aber auch Schmerzen oder sonstige Symptome, die sich auf das Skelett beziehen. Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust sind ebenso wichtig wie Gefühlsstörungen in den Extremitäten oder Symptome, die die Atemwege betreffen.

Regelmäßige PSA-Bestimmung

Sehr wichtig ist die regelmäßige Bestimmung des PSA: 95% aller Rezidive nach einer radikalen Prostatektomie gehen nämlich mit einem PSA-Anstieg einher. Hat sich das PSA tatsächlich erhöht, so muss dieser Befund nach sechs Wochen noch einmal überprüft werden, weil verschiedene Analyseverfahren teilweise unterschiedliche Werte ergeben können. Auch die alkalische Phosphatase (AP) als Hinweis auf eine osteoblastische Metastasierung wird regelmäßig gemessen.
Eine Ultraschalluntersuchung wird ebenfalls halbjährlich durchgeführt. Ergeben diese Untersuchungen oder auftretenden Symptome (insbesondere die PSA-Messung) irgendwelche Verdachtsmomente, so kommen weitere Tests wie z.B. ein Knochenszintigramm hinzu.

Zeitabstände vergrößern sich

Im dritten bis fünften Jahr nach Operation werden diese Routineuntersuchungen halbjährlich, der Ultraschall jährlich durchgeführt, ab dem sechsten Jahr wird generell nur noch einmal im Jahr untersucht.


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 8, 2008


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