Prostatakrebs
Prostatakrebs: Bösartige Tumoren
"Krebs" steht für eine Gruppe von Erkrankungen, die ganz verschiedene Organe und Gewebe betreffen können und die vor allem durch die unkontrollierte Teilung von Zellen charakterisiert sind. Durch diese fortgesetzte Teilung entsteht ein Geschwulst (Tumor), der in die umliegenden Gewebe eindringen und sie zerstören kann. Außerdem können sich bei bösartigen Tumoren einzelne Zellen oder kleine Zellgruppen vom Tumor lösen und über Blut- oder Lymphgefäße in andere Organe gelangen, wo sie sich festsetzen und als Metastasen weiterwachsen können.
Prostatatumoren (medizinisch korrekt Prostatakarzinome) entstehen durch unkontrollierte Teilung von Zellen der Prostata vor allem in den hinteren Teilen des Organs: Rund 90% der Tumoren werden auf der dem Enddarm zugewandten Seite diagnostiziert. Sie wachsen langsam und bereiten, solange sie noch klein sind, kaum Beschwerden. Tatsächlich findet man bei sehr vielen älteren Männern, wenn man die Prostata oder Teile davon aus anderen Gründen entnimmt und mikroskopisch untersucht, kleine Tumoren. Das Wachstum ist oft so langsam, dass die Tumoren dem Träger zu Lebzeiten wahrscheinlich niemals Probleme bereiten werden.
Manche Prostatakarzinome wachsen schnell
Ein Teil der Prostatakarzinome wächst allerdings aus Gründen, die man noch nicht versteht, schneller. Wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er zum Beispiel Druck auf die Harnröhre ausübt, kommt es zu Symptomen wie Blasenentleerungsstörungen. In vielen Fällen hat der Tumor zu einem solchen Zeitpunkt schon die Grenzen der Prostata überschritten - der Mediziner spricht von einer lokal fortgeschrittenen Erkrankung - und kann dann nicht mehr komplett operativ entfernt werden.
Prostatatumoren bilden Ableger im Knochen
Außerdem neigen Prostatatumoren dazu, bereits früh Metastasen vor allem in Knochen der Lendenwirbelsäule und des Beckens abzusiedeln. Diese Knochenmetastasen können zu sehr ernsten Komplikationen wie zum Beispiel zu Wirbelbrüchen führen. Sowohl der Tumor als auch die Metastasen sprechen oft sehr gut auf Strahlen- und/oder Hormontherapie an. Knochenmetastasen des Prostatakarzinoms und die durch sie bedingten Skelettkomplikationen lassen sich heute durch neu entwickelte Medikamente in vielen Fällen gut behandeln.




