Knochenmetastasen
Bisphosphonat lindert Schmerzen
Knochenmetastasen sind eine häufige Komplikation bei Prostatakrebs. Ein Bisphosphonat kann die damit verbunden skelettalen Schmerzen verringern, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Professor Dr. Chung von der Yonsei Universität in Seoul, Südkorea, stellte die Ergebnisse seiner Untersuchung bei der 6. Internationalen Konsultation für neue Entwicklungen bei Prostatakrebs und Erkrankungen der Prostata (ICPC) vor.
An der Untersuchung nahmen 37 Prostatakrebs-Patienten teil, bei denen sich Metastasen im Skelett abgesiedelt hatten. Die Männer wurden mit einem Bisphosphonat von Novartis behandelt und erhielten entweder alle drei oder alle vier Wochen den Wirkstoff als Infusion. Maximal wurden den Studienteilnehmern sechs Infusionen verabreicht.
Bereits nach der dritten Infusion nahmen die Schmerzen ab und sanken mit jeder folgenden Infusion noch weiter. Letztlich erreichte die Schmerzreduktion ein statistisch signifikantes (und damit klinisch aussagekräftiges) Ausmaß. Die Schmerzen wurden von den Patienten anhand einer standardisierten Messskala bewertet.
Knochenmetastasen bilden sich im Krankheitsverlauf bei etwa einem Drittel aller Prostatakrebs-Patienten aus und können zu starken Schmerzen und Knochenbrüchen führen. Allgemein ist ein Knochenbefall die Hauptursache für Schmerzen bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen.



