Erektile Dysfunktion
Erektionsstörungen nach Prostatektomie oft vorübergehend
Die erektile Dysfunktion ist eine mögliche Komplikation der radikalen Prostatektomie, der operativen Entfernung der gesamten Prostata. Häufig ist die Störung vorübergehend, die Regeneration kann jedoch bis zu zwei Jahre dauern.
Das zeigt auch ein Fallbericht von Dr. Arthur Louis Burnet von der John Hopkins Universität in den USA. Er berichtet in der renommierten Fachzeitschrift JAMA von einem 51-jährigen Patienten, der auf Grund eines Karzinoms radikal prostatektomiert wurde. Nach der Operation litt der Patient zunächst unter dem Verlust seiner erektilen Funktion, nach neun Monaten war diese jedoch vollständig wiederhergestellt.
Dr. Burnet schreibt, dass die Regeneration der Erektilität in vielen Fällen möglich ist, eine Erektionsstörung allerdings bis zu zwei Jahre nach dem Eingriff anhalten kann. Während der Regenerationsphase können mechanische Erektionshilfen oder eine medikamentöse Therapie die erektile Funktion unterstützen.
Die Erektionsfähigkeit kann heute dank schonender Operationstechniken in vielen Fällen erhalten werden. Bei den Eingriffen werden die für eine Erektion wichtigen Nerven, die im Operationsfeld verlaufen, seltener nachhaltig geschädigt. Burnet betont, dass der Erhalt der erektilen Funktion bei radikaler Prostataentfernung immer mehr an Bedeutung gewinnt, da immer mehr und vor allem immer mehr junge Männer an einem Prostatakarzinom erkranken.



