Ein offenes Bein behandeln
Das Wichtigste auf einen Blick
Wenn Sie einen Angehörigen mit einem offenen Bein pflegen, ist es besonders wichtig, ihn nicht auf diese Wunde zu reduzieren und ihn am Familienleben teilnehmen zu lassen.
Bei der Wundpflege gilt Folgendes:
- Nicht selbst herumdoktern
- Wunde muss Pflegefachkraft versorgen
- Feuchte Wundbehandlung fördert Heilung
- Kompression ist unerlässlich
- Vor der Kompression das Bein 30 Minutenhochlegen
- Kompressionsbinde nicht zu straff ziehen
- Kompressionsbinde nicht zu locker wickeln
- Drei S- und drei L-Regel: "Schlecht Sitzen und Stehen" – "Lieber Laufen und Liegen"
Einem neuen Beingeschwür vorbeugen:
- Kompressionsstrümpfe tragen
- Kompressionsstrümpfe exakt anpassen lassen
- Kompressionsstrümpfe nachts ausziehen
- Bewegung bewusst in den Alltag einbauen
- Täglich Venengymnastik machen
- wenn möglich, Regelmäßig Sport treiben
- Langes Sitzen und Stehen vermeiden, besonders im Sommer
- Temperaturen über 28°C meiden
- Nicht schwer heben
- Beine beim Sitzen nicht überschlagen
- Flache Schuhe anziehen
- Keine einengende Kleidung tragen
- Füße möglichst oft hochlegen
- Wechselfußbäder nehmen oder Wassertreten
- Verletzungen am Bein verhindern
- Viel Obst, Gemüse und Fisch essen
- Mindestens 1,5 Liter am Tag trinken
- Mangelernährung vorbeugen
- Übergewicht abbauen
- Unter dem Kompressionsstrumpf nicht mit Seife waschen
- Haut am Bein mit Wasser-in-Öl-Emulsion pflegen
- Auf Fußpilz achten und sofort behandeln
- Plötzlich auftretende Allergien ärztlich abklären lassen
Autor:
Martina Janning / Redaktion Heilberufe
Stand:
Jun 2, 2010


