Todesfall

Nach dem Todesfall – was ist zu tun?

Nach dem Todesfall stehen viele Fragen im Raum. Begräbnis oder Seebestattung – Karten, Kränze, Danksagungen? Die erste Zeit nach dem Todesfall eines Menschen verlangt viel Organisationsgeschick.

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Nach einem Todesfall müssen einige Dinge geregelt werden.
Getty Images/iStockphoto

Wenn Ihr Angehöriger verstorben ist, müssen einige Dinge beachtet werden. Diese Checkliste, was nach dem Todesfall zu tun ist, gibt Ihnen einen Überblick.

Unmittelbar nach Eintritt des Todes

  • Arzt benachrichtigen, wenn der Tod zu Hause eingetreten ist

  • Totenschein ausstellen lassen

  • Benachrichtigen der engsten Angehörigen

  • Verträge und Verfügungen zusammenstellen und danach handeln (Personalausweis, Geburts- oder Heiratsurkunde, Bestattungsvorsorge, Willenserklärung Feuer- oder Seebestattung).

Art der Bestattung bestimmen

  • Erdbestattung: Gebräuchlichste Bestattungsart, eine besondere Willenserklärung ist nicht notwendig.

  • Feuerbestattung: Bei einer Einäscherung im Sarg und Beisetzung der Aschenreste in einer Urne muss eine Verfügung des Verstorbenen oder eine Willenserklärung der Angehörigen vorliegen.

  • Seebestattung: Form der Urnenbeisetzung, die zu Lebzeiten verfügt oder im Todesfall von den Angehörigen bestimmt werden kann. Möglich in der Ost- oder Nordsee, in Atlantik und Mittelmeer.

  • Baumbestattung: Anbieter in einem als Friedwald ausgewiesenen Wald sind einige Kommunen und private Unternehmen. In Deutschland gibt es etwa 100 Stellen, wo man an den Wurzeln eines Baums zur letzten Ruhe gebettet werden kann.

Innerhalb von 36 Stunden nach dem Todesfall

  • Bestatter auswählen

  • Bestattungsvertrag absprechen, Klären, welche Aufgaben Sie selbst übernehmen

  • Bestattung planen (Sarg, Totenkleidung etc., Grabart bestimmen, neue Grabstelle festlegen, eventuell vorhandenes Grab verlängern bei Friedhofsverwaltung)

  • Überführung des Verstorbenen in die Leichenhalle veranlassen

  • Sterbeurkunde beim Standesamt ausstellen lassen

  • Krankenkasse, Lebens- und Unfallversicherung informieren.

Ein bis drei Tage nach dem Todesfall

  • Termin für die Bestattung festlegen (bei Stadt oder Kirche für Trauerfeier, beim Friedhofsträger für Bestattung)

  • Terminabsprache mit Pfarrer oder Trauerredner (inhaltliche Gestaltung)

  • Vorbereiten der Trauerfeier (musikalische Begleitung, Dekoration für Trauerfeier in der Kapelle bestellen, Sarggesteck, Kranz- und Blumenschmuck etc.)

  • Trauerkarten- und anzeigen erstellen und versenden, Zeitungsinserat

  • Eigene Trauerkleidung besorgen

  • Trauerkaffee oder -essen für Zeitpunkt nach Beerdigung bestellen.

Nach der Beisetzung/Trauerfeier

  • Danksagungen per Zeitungsinserat oder Brief

  • Finanzansprüche geltend machen (Rente, gegenüber Versicherungen, Firmen, Behörden)

  • Laufenden Zahlungsverkehr des Verstorbenen stoppen

  • Umbestellung/Abbestellung der Post

  • Wohnsituation klären (Mietvertrag, Strom, Wasser kündigen)

  • Kündigung von Verträgen, Mitgliedschaften, Abos, insbesondere Versicherungen etc.

  • Erbschein beantragen und Testament eröffnen lassen (eventuell Notar einschalten)

  • Akte mit wichtigen Dokumenten wie Sterbeurkunde nach dem Todesfall anlegen

  • Fragen von Grabpflege/Grabmal klären.

Autor: Redaktion Heilberufe
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2009

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