
Anspruch auf Pflegeberatung
Bundesbürger verschenken Rechte
Jeder sechste Bundesbürger hat einen Pflegefall in der Familie oder ist selbst pflegebedürftig. Aber das Wissen über die Hilfsmöglichkeiten im Pflegefall ist erschreckend gering.
Vier von zehn Deutschen haben von den im vergangenen Jahr beschlossenen Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung gehört. Von einem Recht auf kostenlose und unabhängige Beratung hörten zwei Drittel noch nie. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil mit rund 80 Prozent sogar noch höher. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF). Viele von Pflege Betroffene und ihre Familien sind mit der Situation stark überfordert, sie benötigen dringend Unterstützung. Pflegeberater informieren über finanzielle Hilfen, stellen Kontakt zu Pflegediensten her, unterstützen Betroffene beim Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit oder auf weitere Hilfsmittel. Sie begleiten Betroffene aber auch zum Sozialamt, wenn die eigenen finanziellen Mittel oder das Geld aus der Pflegeversicherung nicht reichen. Die einzige bundesweit tätige Pflegeberatung ist die Compass Pflegeberatung. Ihre 200 Mitarbeiter sind hochqualifiziert und haben allein innerhalb der ersten sechs Monate mehr als 26.000 Beratungsgespräche geführt. Sie kommen nach dem ersten Kontakt innerhalb von 24 Stunden nach Hause, um sich vor Ort ein Bild von der Situation zu machen. Viele Betroffene und ihre Angehörigen besuchen die Pflegeberater von Compass regelmäßig. Zu Beginn des Jahres 2009 wurde die bundesweite Servicenummer (0800-101 88 00) eingeführt, unter der Bürger kostenlos, kompetent und unabhängig zu Pflegethemen beraten werden.



