Fissurenversiegelung

Schmelzkonditionierung mit Er:YAG-Laser

Die Konditionierung des Schmelzes mit Hilfe eines Er:YAG-Lasers bei der Fissurenversiegelung hat in einer israelischen Studie zu vergleichbaren Ergebnissen bezüglich der Randdichtigkeit geführt wie die konventionelle Säureätzung.

Die Weiterentwicklung von Lasern in den letzten Jahren hat zu einer zunehmenden Verbreitung und Ausdehnung ihres Einsatzbereiches in Medizin und Zahnmedizin geführt. So kann der Er:YAG-Laser mit einer Wellenlänge von 294 µm zur Kariesentfernung, Kavitätenpräparation und Schmelzätzung eingesetzt werden. Forscher der Universität Jerusalem verglichen jetzt in einer In-vitro-Studie die Schmelzkonditionierung durch Laser und konventionelle Säureätztechnik bei der Fissurenversiegelung.40 bleibende Prämolaren und Molaren, die aus kieferorthopädischen Gründen extrahiert wurden, dienten als Ausgangsmaterial. Bei der Hälfte der Proben wurde der Schmelz mit Hilfe eines Er:YAG-Lasers konditioniert (Opus 20®, Opus Dent; 800mJ/Puls, 12 Impulse/sec), in der anderen Hälfte erfolgte die Konditionierung durch konventionelle Säureätzung mit 37%-iger Phosphorsäure (30 sec). Anschließend wurde der Fissurenversiegler (Helioseal®, Vivadent) eingebracht und lichtgehärtet (20 sec, Heliolux®, Vivadent). Ein Teil der Probekörper wurde einem Thermocycling unterzogen (750 Zyklen, 6 bis 55°C). Die Beurteilung der Randdichtigkeit erfolgte in 1 mm Schnitten durch Anfärben mit Methylenblau (1%).

Laser- und Säureätztechnik werden als gleichwertig eingestuft

In keinem Fall konnte eine Penetration des Farbstoffes im Randbereich der Restauration festgestellt werden. Laser- und Säureätztechnik können daher laut der Autoren bezüglich der Randdichtigkeit der Fissurenversiegelung als gleichwertig eingestuft werden. Die Schmelzkonditionierung durch Er:YAG-Laser könnte zukünftig alternativ zur klassischen Säureätztechnik eingesetzt werden, wenn auch Ergebnisse zu Stabilität und Langzeit-Haltbarkeit derartiger Restaurationen noch ausstehen.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 09. März 2007
Letzte Aktualisierung: 23. November 2011
Quellen: Moshonov, J et al.: Acid-etched and Erbuim:Yttrium Aluminium Garnet laser-treated enamel for fissure sealants: a comparison of microleakage. Int J of Paed Dentistry. 2005; 15: 205-209

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