Morbus Crohn

Vitamin-B12-Mangel bei Patienten mit Morbus Crohn häufig

Morbus-Crohn-Patienten leiden offenbar öfter unter einem Mangel an Vitamin B12 als gesunde Menschen. Ihnen werden daher regelmäßige Kontrollen empfohlen.

Vitamin B12 braucht der Körper zur Herstellung von roten Blutkörperchen, für den Stoffwechsel und das Nervensystem. Es wird über die Nahrung aufgenommen und ist vor allem in Leber, Fisch und Eiern enthalten. Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich in den unteren Abschnitten des Dünndarms, die bei Patienten mit Morbus Crohn häufig von der Krankheit betroffen sind.

US-amerikanische Forscher untersuchten nun, wie häufig ein Vitamin-B12-Mangel bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa vorkommt. Eine Auswertung der Blutwerte ergab, dass mehr als 18 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten zu wenig Vitamin B12 im Blut hatten, verglichen mit nur 5 Prozent der Patienten mit Colitis Ulcerosa. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Morbus-Crohn-Erkrankung erst kürzlich bekannt geworden war oder bereits jahrelang bestand, eine kürzlich stattgefundene Darmoperation führte hingegen zu besseren Werten.

Niedrige Vitamin-B12-Konzentrationen scheinen demnach bei Morbus Crohn-Patienten häufig vorzukommen. Die Autoren der Studie empfehlen daher eine regelmäßige Überprüfung der Blutwerte der betroffenen Patienten und gegebenenfalls eine Ergänzung des fehlenden Vitamins.

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Letzte Aktualisierung: 11. August 2008
Quellen: Nach Informationen von www.medwire-news.md

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