Erkältung und grippale Infekte

Steigende Temperaturen erhöhen Infektionsrisiko

Mütze, Schal und Handschuhe gehören auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt zur Wintergrundausstattung.
Mütze, Schal und Handschuhe gehören auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt zur Wintergrundausstattung.
Arno Burgi/ dpa

Bei den derzeit frühlingshaften Temperaturen lassen viele ihre Handschuhe, Mützen und Schals gern daheim. Doch Viren haben zu dieser Jahreszeit Hochsaison und der Leichtsinn vieler kommt ihnen zugute.

Bei milden Temperaturen im Winter erkälten sich mehr Menschen als bei starkem Frost. Das liege allerdings nicht daran, dass sich Viren bei höheren Temperaturen wohler fühlten, sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin in Würzburg. Der Grund ist purer Leichtsinn: Das Infektionsrisiko steige, weil viele Menschen bei höheren Temperaturen im Winter eher auf Handschuhe verzichten und sich außerdem dünnere Kleidung anziehen.

Wenn keine Handschuhe die Haut schützen, übertrügen sich die Viren leichter, erklärte Mayer. Und für dünnere Kleidung sei es im Winter noch zu kalt - auch wenn milde Temperaturen verglichen zum Beispiel mit dem Frost in der Woche zuvor den Eindruck vermitteln, es sei warm genug. Der Körper kühle aus. "Entscheidend ist, dass wir nicht frieren", erklärt der Forscher. Denn wer friert, habe ein erhöhtes Risiko, sich mit Viren zu infizieren und krank zu werden.

Tipps für eine starke Abwehr

Autor: dpa / sl
Letzte Aktualisierung: 30. Dezember 2012

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