Hautkrebs

Neues Gerät erkennt Melanome im Frühstadium

Forscher haben ein neues Instrument entwickelt, das kanzeröse Hauttumore und Melanome erkennt, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.

Den Wissenschaftler von der Ben-Gurion University des Negev ist mit dieser Entwicklung ein großer Schritt auf dem Weg zu einer frühzeitigen und sicheren Diagnose von Hautkrebs gelungen. Noch sind Dermatologen und plastische Chirurgen für die Diagnose allein auf ihr gutes Auge und ihre Erfahrung angewiesen. Sie machen Leberflecke dann als kanzerös aus, wenn sie asymmetrisch erscheinen, eine unregelmäßige Färbung besitzen, erhaben, nicht klar umgrenzt und größer als fünf Millimeter im Durchmesser sind. Ein Melanom muss demnach bereits relativ fortgeschritten sein, bevor es vom Dermatologen entdeckt werden kann. Das neu entwickeltes Gerät könnte zukünftig dabei helfen, verdächtige Hautveränderungen zu erkennen, die sich der Sichtdiagnose entziehen.

Das neue Gerät heißt OSPI (Optical Spectro-Polarimetic Imaging) und erkennt Hautveränderungen schon im Anfangsstadium. In Tests mit Patienten, bei denen unterschiedliche Hautläsionen diagnostiziert wurden, spürte das OSPI 73 Arten von Hautveränderungen auf. Mittels Infrarotlicht und einem Flüssigkristallmonitor erkennt er sowohl die Konturen als auch die Ausbreitung eines Melanoms im Frühstadium.

Professor Ibrahim Abdulahim, Mitglied der Fakultät Engineering Sciences und Leiter der Forschungsgruppe, zeigt sich begeistert von der Entwicklung und erklärt: "Mit der OSPI können wir endlich mikroskopisch kleine Tumore in allen Hautschichten aufspüren. Die OSPI benötigt noch etwas mehr Entwicklungsarbeit und könnte dann vielleicht auch für die Aufklärung anderer Tumorerkrankungen eingesetzt werden."

Autor: Sibylle Fünfstück / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 02. Dezember 2009
Quellen: Nach Informationen der Ben-Gurion University des Negev

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